Linus Pauling: Chemie-Genie und Friedenskämpfer


Linus Pauling, um 1954,Linus Pauling während einer Vortragsreise bei seiner Ankunft in Paris im Juni 1957. Der amerikanische Chemiker wurde am 28.2.1901 in Portland (Oregon) geboren und starb am 20.8.1994 in Big Sur (Kalifornien). Pauling gilt als Begründer der Quantenchemie. Amerikanische Kongressbibliothek LC-USZ62-76925 PAULING
Nur ein Mensch hat bisher zwei ungeteilte Nobelpreise bekommen: der vor 20 Jahren verstorbene Linus Pauling. Der Chemiker setzte sich mit Elan gegen Atomwaffentests ein, und wurde für beide Leidenschaften ausgezeichnet.

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Der Zweite Weltkrieg veränderte das Leben von Linus Pauling. Die verheerenden Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki 1945 machten aus dem bis dahin unpolitischen Chemie-Genie einen leidenschaftlichen Pazifisten und Kämpfer für den Frieden.

Den Vereinten Nationen überreichte er 1958 eine Petition gegen den Atomkrieg mit Unterschriften von mehr als 11.000 Wissenschaftlern aus aller Welt. Kurz darauf erscheint sein aufrüttelndes Buch „No More War“, das zum Bestseller wurde.

1962 wurde Pauling für seinen Einsatz mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet – acht Jahre zuvor hatte er bereits den Chemienobelpreis erhalten. Bis heute ist Pauling, der vor 20 Jahren am 19. August starb, der einzige Mensch auf der Welt, dem zwei ungeteilte Nobelpreise verliehen wurden.

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