Umwelt: Die Tränen der Meerjungfrau


Diese Kunststoffpartikel schwemmt die Nordsee an – Hans und Marja van Weenen sammeln Kunststoff am Strand. (Anja Krieger)
Die Ozeane sind die größte Müllhalde der Welt. Hier landen riesige Mengen von Plastikabfällen, nicht nur Tüten oder Flaschen, sondern auch so genannte Plastik-Pellets. Meerestiere fressen den giftigen Müll und über die Nahrungskette wird er auch zur Gefahr für den Menschen.

Von Anja KriegerDeutschlandradio Kultur

Hans van Weenen: „Het is een enorme verscheidenheid aan …“
Marja van Weenen: „En een korreltje.“
Hans van Weenen: „Neee …“
Marja van Weenen: „Jaaa …“
Hans van Weenen: „Ja. Granulaat. Een pellet. En nog een.“

Das Flugzeug rauscht über ihre Köpfe – doch Hans van Weenen und seine Frau Marja verschwenden keine Sekunde auf einen Blick nach oben. Wie zwei Kinder robben die beiden auf Knien über den Boden und durchsuchen den Sand.

Hans van Weenen: „Ja. Kleine stukjes folie zitten er tussen. Mooie ronde korrels, cilindervormig, zwart.“
Hans van Weenen: „Maar vooral ook kleine stukjes plastic.“

Hans van Weenen fischt kleine, gleichmäßig geformte Kügelchen heraus und legt sie auf seine Handfläche. Der Wissenschaftler mit dem grauen Schnurrbart ist seit 40 Jahren mit seiner Frau Marja zusammen – und ebenso lange teilen die beiden eine ungewöhnliche Leidenschaft: Sie sammeln bunte Plastikteile, die das Meer an der holländischen Küste anspült. Der Strand von Castricum ist voll davon.

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