Die Suche nach der Heiligen Vorhaut(Sanctum Praeputium)


Bild: arte/BB
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Fast 2.000 Jahre lang war die Vorhaut von Jesus Christus die heiligste Reliquie der katholischen Kirche, das einzige Stück vom Fleische Jesu, das auf der Erde verblieben ist, nachdem er gen Himmel gefahren war. Das Sanctum Praeputium, ein Teil des Göttlichen! Doch dann passierte es: Zu Neujahr 1983 musste ein Pater den Pilgern verkünden, dass ihre geliebte Reliquie gestohlen wurde.

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Sie ist die heiligste und die sonderbarste Reliquie des Christentums: Die Heilige Vorhaut Christi. Das kleine Hautstück reiste seit der Beschneidung des Jesuskindes quer durch die Jahrhunderte, bis es durch Kriegswirren und Zufälle im 16. Jahrhundert ins italienische Dorf Calcata gelangte. Gläubige aus ganz Europa pilgerten seitdem dorthin, um den letzten auf Erden verbliebenen Teil von Gottes Sohn anzubeten.

Bis zu jenem Neujahrstag 1983, an dem die Reliquie unter mysteriösen Umständen verschwindet. Sind gotteslästernde Diebe die Täter, wie Pater Don Dario seine Gemeinde glauben machen will? Oder hat die Kirche, die mit dem Kult um die Vorhaut nie wirklich glücklich war, selbst die Hände im Spiel?

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3 Comments

  1. Theodoret von Kyros 430 v.C. sieht die Kraft Gottes, die der Glaube in die Reliquien bewirkt.

    Die Kirchen in Boulogne, Compiegne, Metz, Nancy, Paris, Charroux Coulombs, Le Puy-on-Velay/Chartres, Besancon, Langres sur Marne, Conques/Aveyron, Fecamp/Seine-Maritime haben alle absolut echte Vorhäute von Jesus, die Vorhaut in Charroux blutet sogar jährlich. Die letzte Vorhaut Prozession findet 1983 in Carcata/Latium statt. Dort wird einst die Jesus Vorhaut beim Sacco di Roma 1527 durch einen sündigen Landsknecht geraubt und 30 Jahre später wieder entdeckt. Seit 1900 schweigt der Vatikan total zu den peinlichen Jesus Vorhäuten.

    Die christliche Mumien-Religion betet als Reliquien gegen Geld an: eine Feder des Engels Gabriel; Dolch und Schild des Erzengels Michael; Jesus Christi Hauch; den Schneidezahn des Täufers Johannes; eine Flasche mit ägyptischer Finsternis; die Brustmilch der Maria; von Jesus den Schall der Glocken beim Einzug in Jerusalem; die bekackten Windel in Aachen; seine Milchzähne und Rock in Trier; die Sandalen, Stroh aus der Krippe, die Nägel der Kreuzigung; einen Lichtstrahl des Sterns und die Knochen der Weisen aus dem Morgenland; den tiefen Seufzer von Zimmermann Joseph beim Holz hobeln; der Stab mit dem Moses das Meer teilte, das Messer mit dem Delila den Simson die Haare abschnitt; den Pfahl im Fleisch des Apostel Paulus; das Turiner Grabtuch gefälscht um 1300 n.C.; die heilige Lanze als Reichskleinod; die absolut echten 3 Köpfe des Heiligen Johannes in Amiens, Konstantinopel und Sebastia bzw. Sosopol; endlos viele Holzsplitter vom Kreuz Christi in der Summe ein riesiger Wald.

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  2. Nicht nur in Calcata bei Rom, sondern auch an vielen anderen frommen Orten Europa’s gab es Original-Jesu-Vorhäute „zum Anfassen sozusagen“. 😉

    Reliquien als blühendes mittelalterliches Geschäftsmodel: Rent-a-Saint so. 😉

    Die Vorhäute Christi galten den Gläubigen quasi als der „ultimative Beweis“ seiner Zeit auf Erden, denn der Rest seiner Existenz war reines „HörenSagen“ und „fester Glaube“ an seine leibliche Existenz. 😉

    Denn Christus soll ja mit Haut, Haaren und Knochen… entgegen der Gesetze der Schwerkraft in den Himmel/Nirwana aufgestiegen sein. 😉

    Christis Vorhäute waren somit immer schon sinnstiftend….. 😉
    und „Kult“. 😉 …….“Im 13. Jahrhundert berichtete ein Bauernmädchen aus Plambach, die Mystikerin Agnes Blannbekin, sie hätte beim Kosten der Eucharistie das Empfinden von Christi Vorhaut in ihrem Munde verspürt. Die diesbezüglichen Aufzeichnungen ihres Seelsorgers („Vita et Revelationes“), 1731 von dem Benediktiner Bernhard Pez veröffentlicht, wurden auf Betreiben der Jesuiten (wieder) eingezogen“ …..

    http://de.m.wikipedia.org/wiki/Heilige_Vorhaut

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