Religiotie: ‚Geschmacklos und pervers’ – scharfe Kritik an Richard Dawkins


1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin
Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins hat die Abtreibung von Kindern mit Down Syndrom als ‚moralische Pflicht’ bezeichnet. Behindertenverbände und Lebensschützer lassen kein gutes Haar an dieser Aussage – Mit der Stellungnahme von 1000plus

kath.net

Vertreter von Behindertenverbänden und Lebensschützer haben Richard Dawkins scharf kritisiert. Der britische Evolutionsbiologe hatte behauptet, Eltern hätten die moralische Verantwortung, Babys mit Down-Syndrom abtreiben zu lassen.

Das wichtigste Ziel sei es, „Leiden zu vermeiden, wo immer es möglich ist“, ließ Dawkins über den Kurznachrichtendienst „Twitter“ verlauten. Eltern, deren ungeborene Kinder mit Down-Syndrom diagnostiziert würden, sollten diese daher abtreiben lassen. Eine andere Entscheidung sei, schrieb Dawkins wörtlich, „unmoralisch“.

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2 Comments

  1. Warum fällt es automatisch unter „Religiotie“,wenn die Äußerungen von Herrn Dawkins in meinen Augen zu Recht kritisiert werden,was ich hiermit auch tue.Eltern die vor solch einer Entscheidung stehen,haben es schon schwer genug.Hinzu kommt die Situation,das das Downsyndrom er spät erkannt werden kann.Aus einem Bericht von einem betroffenen Elternpaar habe ich entnommen,das es auf jeden Fall eine Spätabtreibung ist.Das schon recht reife Kind wird im Mutterleib getötet,bevor eine Geburt künstlich eingeleitet wird.Was maßen sich Leute wie Dawkins an,den ich als Religionskritiker durchaus sehr schätze.Das die aufgepeitschte fundamentale Christenheit ihren „eigenen hysterischen Film“ fährt,steht auf einem anderen Blatt.

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    1. Das Problem ist ein künstliches und wird eben religiotisch missbraucht. Wir unterscheiden 4 Formen von Trisomie 21. Es gisbt Besonderheiten und es gibt Erscheinungen die nicht bei allen Kindern auftreten. Eltern wollen, mit recht, gesunde Kinder, Leidminimierung spielt auch noch eine Rolle, wer möchte schon ein Kind großziehen, welches vom Beginn an krank, gepflegt werden muss usw. Die Eltern haben ein Recht auf gesunde Kinder.
      Entscheiden sie sich für ein Kind mit Down-Syndrom, gut, ihre Entscheidung, entscheiden sie sich dagegen, auch gut, ihre Entscheidung.
      Das sind die Merkmale beim Downsyndrom nach der Geburt:
      Quelle: Wikipedia
      Merkmale nach der Geburt (postnatal)

      Nach der Geburt sind bei den meisten Babys mit Down-Syndrom verschiedene körperliche Merkmale zu finden, die eine sogenannte Verdachtsdiagnose möglich machen. Hierzu zählen z. B.:

      Brushfield-Spots (weiße, hellgraue oder hellgelbe Sprenkel an der Außenseite der Regenbogenhaut der Augen)
      eine kleine sichelförmige Hautfalte an den inneren Augenwinkeln (Epikanthus medialis)
      dritte Fontanelle (bei einigen neugeborenen Kindern findet sich neben dem üblichen noch nicht vollständig verknöcherten Bereich am Kopf eine zusätzliche dritte Fontanelle auf der Naht zwischen großer und kleiner Fontanelle)
      nach oben außen hin geschrägte Lidachsen (geben den Augen ein etwas mandelförmiges Aussehen)
      Muskelhypotonie (die Muskelspannung ist anfangs deutlich vermindert, die meisten Babys haben Schwierigkeiten beim Saugen, ermüden leichter, schreien weniger und sind leiser als Babys ohne Down-Syndrom und haben oft ihre Zunge ein Stückchen aus dem Mund hervorstehen)
      Sandalenlücke/Sandalenfurche (ein vergrößerter Abstand zwischen der ersten und zweiten Zehe)
      Vierfingerfurche (bei ca. 75 von 100 Kindern)

      Zu den innerorganischen Besonderheiten, die bei vielen Babys mit Down-Syndrom auftreten, zählen:

      Herzfehler bei 40 bis 60 Prozent der Neugeborenen; am häufigsten kommt der Atriumseptumdefekt (ASD) und der Atrio-ventrikuläre Septumdefekt (AV-Kanal) vor; in der Regel operativ korrigierbar
      Darmverschlüsse oder -verengungen bei rund zwölf Prozent der Neugeborenen; operativ korrigierbar
      Hirschsprung-Erkrankung/Morbus Hirschsprung bei rund zwölf Prozent der Neugeborenen; operativ korrigierbar

      Nachgeburtlich fallen bei den meisten Kindern charakteristische körperliche Merkmale des Syndroms auf, sodass häufig die Blickdiagnose dazu führt, dass eine Chromosomenanalyse zur Absicherung der Vermutung durchgeführt wird. Dazu werden Lymphozyten des Blutes des Kindes auf das Vorliegen des zusätzlichen Chromosomenmaterials hin untersucht. Bestehen danach noch Zweifel, wird die Untersuchung mit Material aus Hautfibroblasten vorgenommen. Während die Diagnostik der Translokations-Trisomie 21 in der Regel eindeutig gelingt, kann es wie bereits erwähnt vorkommen, dass eine Mosaik-Trisomie 21 als freie Trisomie 21 diagnostiziert wird. Für die Diagnostik der partiellen Trisomie 21 ist eine Locus-Sonde nötig.

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