Deutsche Bischöfe: Militärisches Eingreifen im Irak möglich


Gott_mit_uns_1WKMilitärische Maßnahmen zur Verhinderung von Völkermord seien nicht auszuschließen, sofern es keine gewaltfreien oder -ärmeren Alternativen gibt

kathweb

Die katholischen Bischöfe Deutschlands halten militärisches Eingreifen gegen die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ und die Lieferung von Waffen unter bestimmten Umständen für gerechtfertigt. Sie riefen am Montag in Bonn zur humanitären Hilfe für Flüchtlinge und bedrohte Minderheiten im Irak auf. Zugleich warnten sie vor Vorurteilen gegenüber dem Islam. Andererseits müsse sich die „überwältigende Mehrheit der friedliebenden Muslime der Frage stellen, welche Faktoren den beängstigenden Entwicklungen in der eigenen Religionsgemeinschaft zugrunde liegen“.

„Militärische Maßnahmen, zu denen auch die Lieferung von Waffen an eine im Konflikt befindliche Gruppe gehört, dürfen niemals ein selbstverständliches und unhinterfragtes Mittel der Friedens- und Sicherheitspolitik sein“, erklärten die Bischöfe im Anschluss an ein Treffen ihres Ständigen Rates in Würzburg. „Sie können aber in bestimmten Situationen auch nicht ausgeschlossen werden, sofern keine anderen – gewaltfreien oder gewaltärmeren – Handlungsoptionen vorhanden sind, um die Ausrottung ganzer Volksgruppen und massenhafte schwerste Menschenrechtsverletzungen zu verhindern.“

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