Illegaler Rosenholz-Handel: Obszön hohe Profite


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Mit äußerster Brutalität wird der Kampf um das verbliebene Siamesische Rosenholz ausgetragen. Lückenhafte Artenschutzbestimmungen ließen die Preise ins Unermessliche steigen.

Von Michael LenzSpektrum.de

Nov Savom ist erst 26 Jahre alt und schon Witwe. Ihr Mann Po Chanthorn hatte sich im Februar als Holzfäller verdingt. Geschlagen werde sollte im kambodschanisch-thailändischen Grenzgebiet. Natürlich Siamesisches Rosenholz. Natürlich illegal. Von dem Einsatz ist Po Chanthorn nie zurückgekehrt.

Was ihm wiederfahren ist, wird nie ganz geklärt werden können. Am wahrscheinlichsten aber ist, dass der junge Tagelöhner von thailändischen Soldaten erschossen wurde. Ihr Baby muss Nov Savom jetzt alleine großziehen. Der Kampf um die letzten Bestände Siamesischen Rosenholzes wird nicht weniger brutal geführt als die Bandenkriege der Mafia. Verboten ist der Handel mit der Kostbarkeit seit März 2013, als die Holzart auf eine Initiative von Thailand hin in den Anhang II des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) aufgenommen wurde. „Thailand meint es ernst mit dem Schutz“, sagt Faith Doherty, Leiterin der Waldkampagne der Environmental Investigation Agency (EIA).

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