Jesus liebt dich sogar, wenn du besoffen „Call of Duty“ spielst


Bild von Raphael Schön
Jesus liebt bekanntlich nicht nur mich, sondern auch dich und sowieso alles und jeden. Der Godfather aller verpeilten Hippies hat neuerdings aber auch ein ganz großes Herz für jene, die gerne mal eine Runde Call of Duty zocken.

Von Raphael Schönvice.com

Das sagt zumindest Mikee Bridges, der Gründer von Gamechurch.com. Unter dem Motto „Jesus loves Gamers“ beziehungsweise „Jesus loves you“ wird auf Comic-Conventions und Gaming-Events wie der E3 oder der Gamescom versucht, die anvisierte Zielgruppe Nerd für das Christentum, oder besser gesagt Jesus, zu begeistern.

In der Praxis sieht das dann so aus: auf einem kleinen Stand gibt es kostenlos Sticker mit Jesus-Motiv, Ansteck-Pins mit Jesus-Bild und eine an den Geschmack von Jugendlichen mit einer Aufmerksamkeitsspanne im Millisekunden-Bereich angepasste Mini-Bibel. Als ich auf der Gamescom am Stand vorbeiging, dachte ich im ersten Moment an ganz nett gemachte Satire. Ein GameChurch-Anhänger, der hinter einem Tisch voller GameChurch-Merchandise saß, antwortete auf mein skeptisches „Is this serious?“ trocken mit „Yes, of course“. Scheiße, dachte ich, die meinen das ernst. Gleichzeitig fühlte ich mich auf dieselbe Art davon angezogen wie von Leuten, die Videospiel-Charaktere heiraten.

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