Religiös motivierte Wirrköpfe bei Maischberger?


Bild: nationalreview.com
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Es war der erste Auftritt von Alice Schwarzer seit den Berichten über ihr Schweizer Bankkonto. Doch Maischberger wollte Schwarzer nicht rehabilitieren. Es wurde eine kontroverse Sendung über die Terrorgruppe Islamischer Staat.

Von Franz LübberdingFrankfurter Allgemeine

Dem christlichen Abendland kann niemand so schnell entkommen. Selbst dann nicht, wenn man wie Alice Schwarzer ihr ganzes Berufsleben mit ihm im Streit gelegen hat. Es war gestern ihr erster Auftritt im Deutschen Fernsehen gewesen, seitdem Medien über ihre Selbstanzeige beim deutschen Fiskus bezüglich ihres Schweizer Bankkontos berichtet hatten. Sie redete über ihren Fall mit drei Begriffen, ohne sie allerdings zu benutzen: Sünde, Buße und Vergebung. Nicht anders waren ihre Einlassungen zu interpretieren. Das ist auch kein Zufall. Unsere Geistesgeschichte und das Rechtssystem sind ohne diesen christlichen Hintergrund nicht zu verstehen. Sie brauchten aber zugleich die kritische Distanz zu dieser Tradition, um den Rechtsstaat und ein modernes Wissenschaftssystem auszuprägen. In dieser Nussschale lässt sich das Dilemma zusammenfassen, dem wir uns zur Zeit gegenüberstehen. Ist diese Aussage auch auf den Islam anwendbar? Oder ist er immer noch in der Geistesgeschichte und der Theologie seiner Frühzeit gefangen geblieben? Und was bedeutet das für Menschen, die sich heute zum Islam bekennen?

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