„Wir haben noch nie gegen solche Fanatiker gekämpft“


Quelle: APA, Spiegel
Quelle: APA, Spiegel
Kommandant Rashid trägt die Verantwortung für 17 kurdische Peschmerga-Soldaten. Um die IS-Miliz jenseits der Brücke schlagen zu können, bräuchte er Hilfe von außen.

Von Çiğdem AkyolderStandard.at

Die Totenstille dauert nur wenige Sekunden. Dann ist es wieder zu hören, dieses Rattern. Wie bei einer Baumaschine: ein Maschinengewehr. Es ist nicht klar, ob die Peschmerga oder die Islamisten jenseits der Brücke schießen.

Für Adel Rashid ist das noch lange kein Grund, seinen Monolog über Kriegsführung zu unterbrechen. Die selbsternannten Gotteskrieger des „Islamischen Staates“ (IS) – sie sollen Rashids Freund bei lebendigem Leib die Nase und die Ohren abgeschnitten haben – liegen in nur wenigen hundert Metern Entfernung auf der Lauer, um seine kleine Peschmerga-Stellung zu überrennen. „Die warten nur darauf, uns umzubringen“, sagt der Oberst. Und weil die Schießerei dann doch nicht aufhört, geht er hinaus, um nachzuschauen. Drei seiner Männer zielen. Atmen aus. Drücken ab. Bleiben ruhig. Alles in Ordnung.

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