Wo war Gott in Auschwitz?


Einfahrtsgebäude des KZ Birkenau, Ansicht von innen (1945, nach der Befreiung, Fotogr. S. Mucha) Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0-de
Es sei „höchste Zeit festzustellen, dass die Tragödie der Shoa keine jüdische Angelegenheit, sondern zugleich ein christliches und gesamtgesellschaftliches Trauma ist“: Das erklärte der evangelische Theologe und Kurator der Ausstellung „Gebete nach Auschwitz“, Adam Galambos, am Montagabend bei der Ausstellungseröffnung in der Synagoge in der Budapester Rumbach Straße. Exponate sind Texte zum Holocaust 70 Jahre nach dessen Entfesselung in Ungarn, die von Vertretern des Juden- und des Christentums verfasst wurden und dann zum Ausgangspunkt von Illustrationen von Bildenden Künstlern wurden.

kathweb

Gebete schrieben u.a. der Erzabt von Pannonhalma, Asztrik Varszegi, Vilmos Fichl als Vertreter des Ökumenischen Rates in Ungarn, der evangelisch-lutherische Bischof Tamas Fabiny, seine reformierten Amtskollegen Jozsef Steinbach und Istvan Szabo sowie Oberrabbiner Robert Fröhlich. Gemeinsamer Tenor: Der Weg zur Versöhnung kann nur über Aufrichtigkeit führen. Es bedürfe ehrlicher Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, dies würde statt zu Spaltung zu Hoffnung und Solidarität führen.

weiterlesen

1 Comment

  1. Gott war da, auf Seiten der Mörder und Totschläger als gute Edelchristen

    Im Dritten Reich gibt es 62,7% evangelische und 32,5% katholische Christen, fast alle Mörder, Kriegsverbrecher und KZ-Schergen sind „gute“ Christen. Die Oberhirten beider Kirchen loben das NAZI Regime den in höchsten Tönen. Die KZ Akteure und Mörder waren alles gute Christen, teilweise haben die RKK Priester in Kirchen und Klöstern KZs eingerichtet und Opfer eigenhändig im Namen von Jesus mit dem Schwert geköpft (Pater Miroslav Filipovic )

    Bei nur 10% NSDAP-Mitgliedern sind Priester und Lehrer zu 50% NSDAP Genossen. Hinterher ist es keiner gewesen, keiner hat gejubelt, Hitler hat viel Gutes getan, niemand hat jemals von KZ-Morden gehört – bis die Kinder im Nachlass Dokumente finden über höchste NAZI Orden, Karrieren bei der NSDAP und/oder Waffen SS und/oder den Raub von fremden Eigentum. Das ist typisch christlich, was immer man getan hat ist niemals schlimm, etwas gespielte Reue im Beichtstuhl, eine Geldspende, fertig ist der moralische Edelchrist bereit für neue Untaten.

    Martin Luthers Kriegshetze steht in NAZI Schulbüchern neben der von Rudolf Heß, Hermann Göring, Joseph Goebbels und Adolf Hitler in “Hirts Deutsches Lesebuch” und dient 1938 als Vorlage zur Reichskristallnacht: „Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen…; Man sollte ihre Synagogen und Schulen mit Feuer anstecken, … unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen seien (…) ihre Häuser desgleichen zerbrechen und zerstören.“

    Das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ von 1933 basiert auf den Forderungen der Anstaltsleiter evangelischer Innerer Missionrn mit der Treysaer Erklärung von 1931. Direktor Karl Todt der evangelischen Heilerziehungs- und Pflegeanstalt und die Diakonie-Leiter feiern das neue Gesetz begeistert: „Wie freudig begrüßten wir die rassenpflegerischen Maßnahmen unseres Führers, die der Auftakt sind, die Übel von der Wurzel an zu bekämpfen. So stehen wir zum Dienste bereit, Handlanger zu sein am Bau des Reiches Gottes und am Bau des neuen, des Dritten Reiches“. Gemäß dem Gesetz werden Behinderte, Blinde, Taube, Stumme, Epileptiker, Alkoholiker, Homosexuelle, seelisch Kranke und politische Gegner werden als „schwachsinnig“ eingekerkert, wie es schon Martin Luther gefordert hat: „..dass man arme, blödsinnige und geistesgestörte Kinder, in denen man Teufelskinder zu erkennen glaubte, ertränken soll“

    Liken

Kommentare sind geschlossen.