ARD Doku und Streit bei den Evangelikalen


Bild: ARD
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Die ARD-Fernsehdokumentation „Mission unter falscher Flagge – Radikale Christen in Deutschland“ schlägt nach wie vor hohe Wellen. In dem am 4. August erstmals ausgestrahlten Film wurden charismatische Gruppen kritisch dargestellt und die Dachorganisation der theologisch konservativen Christen, die Deutsche Evangelische Allianz, aufgefordert, sich von Auswüchsen abzugrenzen. Zwei Mitglieder des Hauptvorstandes der Allianz äußern dazu gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) gegensätzliche Ansichten.

idea.de

Wohlstandsevangelium widerspricht der Bibel

So hält es der Schriftleiter der evangelikalen Zeitschrift „Perspektive” und Leiter des Bereichs „Schulung und Theologie“ der Arbeitsgemeinschaft der Brüdergemeinden im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden), Ralf Kaemper (Altena), für nötig, Grenzen zu setzen: „Denn manchmal laufen die Dinge falsch. Auch bei uns Christen! Es gibt Irrtümer, Dummheit, Betrug, Heuchelei, Manipulation – wie in jeder anderen Gruppe auch. Und das kann man nicht einfach laufenlassen.“ Handlungsbedarf sieht Kaemper, „wenn ein ‚Wohlstandsevangelium’ verkündigt wird, das jedem, der richtig glaubt, Heilung und Reichtum verspricht”. Eine solche Überzeugung stehe nicht nur im Widerspruch zur Bibel, sie richte auch erheblichen Schaden bei denen an, die nicht geheilt wurden. Kaemper: „Davon müssen wir uns abgrenzen.“

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