Ausrottungspolitik: Scheiterhaufen für Hexen brannten kompakt


Hexenverbrennung, Bild. wikimedia.org/PD
Im 16. Jahrhundert machte ein Fürstbischof Franken zum Zentrum des Hexenwahns. Für ein Ausstellungsprojekt wurde ein Scheiterhaufen nachgestellt. Mit Hollywoods Dimensionen hatte er nichts zu tun.

Von Sebastian KunigkeitDIE WELT

Markus Mergenthaler wollte es genau wissen. Also schichtete er nach historischen Vorlagen vier Raummeter Holz auf. Darauf wurde der 70 Kilogramm schwere Kadaver eines Ebers gelegt, der – wie es heißt – ansonsten in der Tierkörperverwertungsanlage entsorgt worden wäre. Dann wurde der Scheiterhaufen nicht nur von außen, sondern auch von innen angezündet. Nach 45 Minuten klappte das brennende Holz zusammen, nach weiteren 75 Minuten war nichts mehr zu sehen.

Mit diesem Experiment hat Mergenthaler, Leiter des Knauf-Museums im unterfränkischen Iphofen, bewiesen, dass Hinrichtungen, wie sie Filme wie „Der Herr der Ringe“ oder „Der Name der Rose“ bieten, an der Wirklichkeit vorbeigingen. Was in den Hollywoodfilmen zu sehen ist, sei ein Grillen gewesen, sagt Mergenthaler. Die kompakte Bauart des Scheiterhaufens in Form eines „U“ habe dagegen ein weitgehend geruchsfreies Verbrennen ermöglicht.

weiterlesen

1 Comment

  1. Papst Innozenz VIII (1432-1492 n.C. Giovanni Battista Cibo) droht in seiner Bulle „Summis desiderantes affectibus“ schlimmste Höllenqualen all jenen an, die der Vernichtung von Hexen entgegentreten. Der Hexenhammer des Dominikaners Heinrich Kramer ist die Basis, die Tötung von Hexen fördert die RKK Macht-, Sex- und Habgier. In Regensburg, Frankfurt, Erfurt und 350 Orten jagd man Hexen und Juden.

    Der Bischof von Bamberg lässt 600 Frauen verbrennen, der Erzbischof von Salzburg 97 Frauen, der Bischof Philipp Adolf von Ehrenberg aus Würzburg 219 Hexen und Zauberer, darunter 18 Schulknaben und kleine Mädchen. Der Erzbischof Johann von Trier verbrennt im 16. Jahrhunderts so viele Hexen, dass in 2 Orten nur noch 2 Frauen übrig bleiben. Ein Mainzer Dechant verbrennt in 2 Dörfern 300 Menschen, typisches Vorgehen der RKK fremden Besitz zu rauben. Allein in Franken werden etwa 4000 Hexen verbrannt

    Liken

Kommentare sind geschlossen.