Ex-Geheimdienstmitarbeiter: Offener Brief an Angela Merkel


Satellitenaufnahme der US-Geheimdienste: Oregon verklagt Oracle
Amerikanische Ex-Geheimdienstmitarbeiter warnen vor Behauptungen der Geheimdienste zur Ukraine und erinnern an die irakischen Massenvernichtungswaffen.

Von Coleen RowleyTELEPOLIS

Wir, die Unterzeichner, sind langjährige Veteranen der US-Nachrichtendienste. Wir unternehmen den außergewöhnlichen Schritt, diesen offenen Brief an Sie zu schreiben, um Ihnen die Gelegenheit zu geben, vor dem NATO-Gipfel am 4. und 5. September Einblick in unsere Sicht der Dinge zu bekommen.

Es ist beispielsweise wichtig für Sie zu wissen, dass Anschuldigungen hinsichtlich einer großangelegten russischen Invasion in der Ukraine offenbar nachrichtendienstlich nicht zuverlässig gesichert sind. Vielmehr scheint die „Intelligence“ von derselben politisch festgelegten Art zu sein, mit der vor 12 Jahren der Angriff auf den Irak „gerechtfertigt“ wurde. Wir sahen damals keine glaubwürdigen Beweise für Massenvernichtungswaffen; wir sehen jetzt keine glaubwürdigen Beweise für eine russische Invasion. Vor 12 Jahren verweigerte der damalige Kanzler Schröder in Anbetracht der vagen Hinweise auf irakische Massenvernichtungswaffen die Teilnahme am Angriff auf den Irak. Unserer Ansicht nach sollten Sie Anschuldigungen des US-Außenministeriums und von NATO-Vertretern hinsichtlich einer Invasion Russlands in der Ukraine mit angemessenem Misstrauen begegnen.

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1 Comment

  1. Die USA und die NATO spielen auf dem Gipfel in Wales dieser Woche mit dem Feuer! Russland und die NATO hatten 1997 vertraglich ihre Feindschaft aus dem kalten Krieg begraben und „Zusammenarbeit“ beschlossen, die sich in Russland durch eine defensive Militärdoktrin in Europa niederschlug. Russland zog alle Atomaren Waffen und ihre unschlagbaren GardePanzerarmeen aus Deutschland und Osteuropa ab und unterhält nur noch einen einzigen Marinestützpunkt in Syrien. Die USA unterhalten (weltweit fast 1000 Militärstützpunkte) und immer noch dutzende Stützpunkte in Europa (mit steigender Tendenz) und haben sogar in Deutschland (entgegen einem Beschluss des Bundestages!) auf dem Büchel, in Belgien, den Niederlanden, Italien (2 Lager) und in der Türkei immer noch jede Menge Atomwaffen, die Russland beim jetzigen NATO Kriegskurs gegen Russland wieder bedrohen.

    Seit der Clinton Regierung 1999 bedroht die NATO Russland wieder systematich, erst mit den Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien (an dem sich sogar die Bundeswehr ohne UN Mandat beteiligte) und dann in Osteuropa – mit der für unsere Sicherheit unnötigen NATO Osterweiterung – und nun auch noch durch provokative NATO Militärstürtzpunkte an Russlands Haustür.

    Russland weiss, dass es sich bei der Ausdehnung der NATO in die Ukraine und nach Georgien nicht mehr verteidigen kann, vor allem wegen des „gegen NordKorea und Iran“ 😉 😉 geplante US Raketenabwehrsystem an der russischen Grenze. Henry Kissinger sagte im Februar d. J. in einem Interview im US Fernsehen zu den Kiewer Unruhen, der Umsturz dort sei die Generalprobe für den Sturz Putin’s in Moskau.

    “ Eine Europäische Militärhilfe an die Ukraine könnte einen Atomaren Konflikt zwischen Russland und der NATO auslösen“ urteilt der ehemalige Polnische Präsident und Friedensnobelpreisträger Lech Walesa.

    http://news.yahoo.com/arming-ukraine-could-lead-nuclear-war-lech-walesa-183453862.html

    Deshalb ist der Offene Brief US Amerikanischer GeheimdienstVeteranen an Angela Merkel so bemerkenswert, denn diese Fachleute wissen wie Geheimdienstinformationen solange „bearbeitet werden“ bis ein Kriegsgrund entsteht. Denn Europa taumelt unter der „Führung“ der USA auf eine Art „Kuba Krise“ zu, diesmal ist nicht Washington atomar bedroht sondern Moskau. Die „Rote Linie“ die Russland 2008 den USA aufgezeichnet hatte, sollte nicht überschritten werden, wenn wir in Europa von Lissabon bis Wladiwostok Frieden aufgrecht erhalten wollen.

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