Ex-Verfassungsrichter Di Fabio gegen Lockerung des Sterbehilfe-Verbots


Udo Di Fabio, Bild: Cicero-Online
Schnell könne ein von der Verfassung nicht gewollter Druck entstehen, «das eigene Leben zu beenden, um anderen nicht zur Last zu fallen», so der Bonner Staatsrechtler.

kath.net

Der frühere Verfassungsrichter Udo Di Fabio (Foto) warnt vor einer Lockerung des Sterbehilfe-Verbots. «In einer Gesellschaft, die – gar nicht abwertend, sondern beobachtend gemeint – zur Ökonomisierung aller Lebensbereiche neigt, rate ich zu größter Vorsicht», sagte Di Fabio dem «Kölner Stadt-Anzeiger» (Mittwoch). Schnell könne ein von der Verfassung nicht gewollter Druck entstehen, «das eigene Leben zu beenden, um anderen nicht zur Last zu fallen», so der Bonner Staatsrechtler. Eine Gesellschaft, «die ihre Hand zur Selbsttötung reicht, verändert den Umgang mit dem menschlichen Leben».

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2 Comments

  1. Das Leben beenden wollen um anderen nicht zur Last zu fallen, das ist wohl extrem selten. Der Hauptgrund dürfte sein, das Leben nicht mehr ertragen zu können.

    Die 2 kaputten Bandscheiben bereiten Tag und Nacht höllische Schmerzen, das neue Hüftgelenk funktioniert immer noch nicht richtig, trotz Brille sieht man fast nichts, das Gebiß fällt leicht raus und hören geht kaum noch trotz Hörgerät, Dazu das miserable Gedächnis, man erinnert sich an nichts was länger als 1 Stunde her ist Dazu kommen laufend Wutanfälle, die nur mit Neuroleptika zu dämpfen sind

    Das war etwa der Zustand meiner Schwiegermutter mit 92. Sie ist am 4. Juni im Krankenhaus aus dem Bett gefallen, den Oberschenkelhalsbruch konnte man nicht operieren, der Kreislauf bzw. das Herz war zu schach

    Wenn der gute Richter in etwa diesen Zustand erreicht hat, dann würde er sich sicher über die bewußte Pille freuen, die das totale Elend beendet. Den schurbelten Priester, der immerzu nach den Vermögenswerten fragt, und vom kaputten Kirchdach brabbelt, den nimmt sowieso keiner ernst

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  2. Schnell könne ein von der Verfassung nicht gewollter Druck entstehen, «das eigene Leben zu beenden, um anderen nicht zur Last zu fallen»

    Da stellt sich mir die Frage: Ist es ein von der Verfassung gewollter Druck, ein von Schmerzen unerträgliches Leben ohne Hoffnung auf Besserung weiter leben zu müssen?

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