Laniakea: Unsere kosmische Heimat


© SDvision, CEA/Saclay, France Die blaue Sphäre zeigt die Außengrenzen von Laniakea, die schwarzen Linien die Bewegungsrichtungen der Galaxien.
Unsere Milchstraße ist Teil eines gewaltigen Superclusters von Galaxien, Gasfilamenten und Leerräumen. Dieses riesige verzweigte Gebilde haben Forscher nun erstmals kartiert und dabei festgestellt: Der Laniakea getaufte Supercluster ist weitaus größer als gedacht und erstaunlich komplex gegliedert, wie sie im Fachmagazi8n „Nature“ berichten. 3D-Modelle des Superclusters und ein Video zeugen von seiner grandiosen Schönheit.

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Die Materie ist in unserem Universum nicht völlig gleichmäßig verteilt, sondern bildet großräumige Strukturen: Cluster, Filamente und fast leere Raumregionen. In größerem Maßstab als den Clustern jedoch lässt sich nur schwer zuordnen, wer mit wem enger verbunden ist. „Spektroskopische Durchmusterungen enthüllen Netzwerke von Strukturen, die aber nicht durch klare Grenzen voneinander abgesetzt sind“, erklären Brent Tully von der University of Hawaii in Honolulu und seine Kollegen.

Wo hört ein Supercluster auf – und wer gehört dazu?

Gebiete mit einer höheren Dichte von Galaxien bezeichnen Astronomen zwar als Supercluster, doch eine klare Definition dieses Begriffs fehlte bisher. Auch der Supercluster, zu dem die Milchstraße und ihre lokale Gruppe von Galaxien gehören, ließ sich daher bisher nicht kartieren oder umgrenzen. Daten einer neuen Himmelsdurchmusterung und eine raffinierte Auswertemethode haben nun das bisher Unmögliche möglich gemacht: die Vermessung unseres heimatlichen Superclusters.

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