Salafismus: Eine Provokation für den Rechtsstaat


KoranSalafisten werben in deutschen Großstädten ungeniert für ihre radikalen Ansichten – und rekrutieren Kämpfer für den Dschihad. Die Demokratie sollte sich gegen diesen Fundamentalismus wehren.

Von Alexander MarguierCicero

Vor einigen Tagen in einer Berliner Einkaufsstraße: Fünf oder sechs junge Männer mit langen Bärten stehen feixend hinter einem Stand und versuchen, Korane unters vorbeilaufende Volk zu bringen. Dagegen wäre nichts einzuwenden, wenn es sich nur um fromme Menschen handelte, die versuchten, für ihre Religion zu werben. Aber ganz so einfach ist es eben nicht. Denn bei den Jungs handelt es sich um Aktivisten der salafistischen „Lies!-Stiftung“, die seit Jahren eine Kampagne für die fundamentalistische Lesart des Islam führt. Ein Mitarbeiter des hessischen Landesamts für Verfassungsschutz ließ sich im März über den Zweck dieser Kampagne wie folgt zitieren: „Ziel ist es, Anhänger für den Salafismus zu rekrutieren und damit diese Form des religiös motivierten Extremismus in Deutschland weiterzuverbreiten.“ Im Internet waren Videos mit jungen Leuten zu sehen, die von Deutschland aus in Richtung Syrien aufgebrochen waren, um sich dort zu Dschihad-Kämpfern ausbilden zu lassen; sie trugen Rucksäcke der „Lies!“-Aktion. Rund 400 Kombattanten des „Islamischen Staates“ seien aus Deutschland, sagte Angela Merkel beim Cicero-Foyergespräch.

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