Al-Qaida will Kalifatstaat in Indien schaffen


Al-Qaida-Chef al-Sawahri, Quelle:Reuters/Screenshot:BB
Al-Qaida-Chef al-Sawahri, Quelle:Reuters/Screenshot:BB
Die Terrorgruppe will zurück ins internationale Scheinwerferlicht: Ein Kalifatstaat auf dem indischen Subkontinent soll entstehen. Damit würde al-Qaida den Heiligen Krieg nach Indien bringen.

Von Sophie MühlmannDIE WELT

Al-Qaida sieht, so scheint es, seine Felle davonschwimmen und will zurück ins Scheinwerferlicht. Sein Führer Aiman al-Sawahiri ruft zu den Waffen – mit ganz neuen Zielen: ein eigenes Kalifat auf dem indischen Subkontinent. Ein gemeinsamer Dschihad aller südasiatischen Muslime, ein neuer, vereinigter Al-Qaida-Ableger für die „Brüder in Birma, Islamabad und Bangladesch“ und in den indischen Bundesstaaten Kaschmir, Gujarat und Assam.

Al-Sawahiri, der flüchtige Chef des Terrornetzwerkes und Nachfolger von Osama Bin Laden, hat monströse Pläne. „Wir von al-Qaida haben euch nicht vergessen!“, verkündete er mit starrem Blick in einer Videobotschaft vor einem braun-geblümten Satinvorhang, die am Donnerstagmorgen deutscher Zeit im Netz auftauchte. Der neue Flügel der Terrorgruppe soll den Heiligen Krieg nach Indien und in dessen Nachbarländer tragen. Er soll „die künstlichen Grenzen zerschmettern, die die Muslime in diesem Teil der Welt trennen“, und die „Brüder vor Ungerechtigkeit und Unterdrückung retten“.

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