USA umschmeicheln die Todfeinde von einst


Quelle: GQ Article
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Die USA kündigten an, mit aller Schärfe gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) vorzugehen. Bei ihrem Kampf setzen sie nach Recherchen des ARD-Magazins „Panorama“ auch auf die einstigen Todfeinde im Umkreis von Saddam Hussein.

Von Stefan BuchenCicero

Seit einigen Monaten ist Raad al-Hamdani ein gefragter Mann. Emissäre der Macht, die ihn vor elfeinhalb Jahren aus dem Amt gebombt haben, klopfen jetzt bei ihm an, um ihn als Verbündeten zu gewinnen. US-Militärs, Diplomaten und Geheimdienstler wollen wissen, wie der General a.D. helfen kann, die Lage im Irak in den Griff zu bekommen.

Raad al-Hamdani war bis April 2003 General der Revolutionsgarden von Saddam Hussein. Nach dem Einmarsch hatten die US-amerikanischen Besatzer Leuten wie ihm keine aktive Rolle im neuen Irak zugedacht. Der damalige Vizeverteidigungsminister Paul Wolfowitz begründete das Abseits mit den Worten, Hamdani und seinesgleichen seien „Sunni Nazi generals“ – sunnitische Nazigeneräle. Die irakischen Streitkräfte wurden aufgelöst und die Baath-Partei verboten. Mit „Order Number One“ und „Order Number Two“ schaffte der US-Statthalter Paul Bremer im Mai 2003 das alte Regime ab.

Vom „sunnitischen Nazigeneral“ zum Partner

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