Zehnerallianz gegen das Salafistenkalifat


Magog, biblischer Dämon. G.W.Bush zog mit biblischer Prophetie in den Irak, um die Dämonen Gog und Magog zu zerstören. technogypsie.com
Auf dem NATO-Gipfeltreffen im walisischen Casnewydd hat der amerikanische Außenminister John Kerry eine „Kern-Allianz“ von zehn Staaten angeregt, die der Ausbreitung des Kopfabschneiderkalifats seiner Ansicht nach ein Ende setzen könnte. Dem Bündnis sollen neben den USA, Kanada, Australien, Großbritannien, Frankreich, Italien, Dänemark, Polen auch Deutschland und die Türkei angehören.

Von Peter MühlbauerTELEPOLIS

Dass die Türkei mit einbezogen wird, ist insofern bemerkenswert, als Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass sie in der Vergangenheit bei Grenzübertritten von Salafisten beide Augen zudrückte, um damit im Nachbarland Syrien den gewaltsamen Sturz der Regierung zu fördern: Nach bisherigen Erkenntnissen westlicher Behörden reisten fast alle der mindestens 800 französischen, mindestens 500 britischen und mindestens 400 deutschen Dschihadisten über die Türkei in das Salafistenkalifat ein, das auf syrischer Seite zwei Grenzabschnitte kontrolliert.

Bis zum Juni wurde die Sekte von Ankara nicht als terroristische Organisation eingestuft und noch heute werden in türkischen Städten offen Devotionalien und Kleidungsstücke mit ihren Symbolen angeboten und Spenden für sie gesammelt. Die Anhänger, die die Sekte unter türkischen Sunniten hat, könnten sich im Falle eines halbwegs wirksamen Engagements schnell und direkt gegen die eigene Regierung wenden.

Hinzu kommt, dass die Kopfabschneider zahlreiche Mitarbeiter des türkischen Konsulats in Mosul als Geiseln gefangen halten, deren Leben gefährdet ist, wenn sich der „Islamische Staat“ von der Türkei verraten sieht. Im Gegensatz zu den USA, wo man die vorhandenen Geiseln bereits geköpft hat, reichen die etwa 50 Angestellten aus der Türkei noch für viele Videoaufnahmen, die die dortige Regierung unter Druck setzen können.

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