Atheismus, Religion und Wissenschaft: Ein Problemfeld zu klärender Verhältnisse


ewe35Bei der Zeitschrift “Erwägen – Wissen – Ethik” handelt es sich um ein Forum für Erwägungskultur. Günter Kehrer, Professor an der Philosophischen Fakultät, Abteilung Indologie und Vergleichende Religionswissenschaft an der Universität Tübingen, stellt zunächst seine Position zu diesem Thema in einem Hauptartikel zur Diskussion. Hierauf antworten 69 von den Herausgebern als kompetent ausgewählte Wissenschaftler.

Von Erich Satterhpd.de

Der überwiegende Teil dieser Experten[1] sind Theologen der beiden großen christlichen Konfessionen; aber auch Philosophen, Religionswissenschaftler, Soziologen und Naturwissenschaftler sind ausreichend vertreten. Auf die Kritiken antwortet Kehrer in einem umfangreichen Replik, bei dem er sich auch für den sachlichen und fairen Ton bedankt.

Kehrers Impulsreferat diskutiert zunächst die Mechanismen des weitgehend konfliktfreien Verhältnisses von Religion und Wissenschaft und die offensichtliche Marginalität des Atheismus. Die Forschungspraxis der (Natur)Wissenschaften ist atheistisch: Gott kommt nicht vor.

Während noch vor 200 Jahren viele Naturwissenschaftler auch theologisch argumentierten, hat sich die Gotteshypothese aus der Forschung zurückgezogen. Diesem Vorgang entsprach der stillschweigende allmähliche Verzicht der christlichen mainstream Kirchen auf gehaltvolle Aussagen über Gott und die Welt. In diesem schweigenden konfliktfreien Verhältnis können atheistische Positionen nur schwer Gehör finden. Auch ein mögliches religionskritisches Potential der empirisch und historisch arbeitenden Religionswissenschaften konnte sich nicht entwickeln, da die Position des methodologischen Agnostizismus auf das Stellen der Wahrheitsfrage verzichtet. Es wird befürchtet, dass eine dominierende funktionalistische Betrachtung von Religion sogar eine unspezifische religionsaffirmative Haltung erlaubt.

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3 Comments

  1. Nachtrag

    Wissenschaft ist eine offene, freie und im Ergebnis neutrale Methodologie des Zweifels, sie nutzt Theorien, Hypothesen, Tests, Fakten, Fossilien wieder und wieder auf der Suche nach beweisbaren Erklärungen für allen Forschenden frei zugängliche und nachprüfbare Sachlagen. Freies forschen im Zweifel reduziert Theologie zur Pseudo-Wissenschaft mit Zombies, Dämonen, Wundern, Untoten bei immer gleichen Endergebnis als paranoider Wahn, der freies denken im Zweifel zur Blasphemie degradiert. Wissenschaft und Religion sind Extreme, sie als gleichwertig zu vergleichen ist intellektuell sehr beschränkt. Durch religiösen „Brainwash“ als Kind geschädigt sind Einfaltspinsel unfähig zwischen der Realität sowie religiösen Fiktionen und Mythen mit all-wissendem Geschwurbel selbst ernannter Gottesvertreter zu differenzieren.

    Wenn den „Religionswissenschaftlern“ etwas nicht in den Kram paßt, dann kommt das Dogma 56 mit dem Gotteshumbug als letzte Instanz:
    „Wer sagt, die menschlichen Wissenschaften müssten mit solcher Freiheit behandelt werden, dass ihre Behauptungen als wahr festgehalten und von der Kirche nicht verworfen werden könnten, auch wenn sie der geoffenbarten Lehre widersprächen, der sei ausgeschlossen“.

    Das bedeutet, wer immer nach einer wissenschaftliche Erkenntnis forscht, die nicht vom all-wissenden Popanz im Vatikan abgesegnet wird, der sollte es besser lassen. Es ist reine Zeitvergeudung – es sei denn er tritt vorher aus der Kirche aus

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  2. Theologie ist keine Wissenschaft, damit gibt es auch keine Religionswissenschaft. Mit der RKK Instruktion zur Berufung von Theologen definiert Popanz Ratzinger Theologie als Pseudo-Wissenschaft ähnlich Homöopathie, Astrologie, Voodoo Zauber und Exorzismus. Das Bundesverwaltungsgericht (2005, BVerwG 2 C 31.04) bestätigt das im Fall Lüdemann.

    Nach dem Pew Research Survey 2012 hat England nur noch 48% Christen, die Freshman der Univeritäten sind zu 34% Christen, nur 3,3% der gestandenen Akademiker sind religiös gläubig. Die „London School of Economics and Political Science“ befragt 2009 zum Intelligenz-Quotienten 14.000 US-Jugendliche. Atheisten haben über IQ=106, verdummbibelte Einfaltspinseln unter IQ=95, Fanatikern unter IQ=70. Eine Prüfung 63 ähnlicher Studien ab 1928 bestätigt grob diese IQ Verteilung.

    Typisch Gläubige ohne Intelligenz in der Gesellschaft sind ungebildet, geistig bequem, haben Vorurteile gemäß ewig wahren vorgedachten Dogmen, außer Facebook oder Zeitungstiteln wird nichts gelesen, Aus- und Weiterbildung mit heutigem unbiblischen Wissen und Fakten gilt als eine Sünde. Religioten sind sehr vermehrungsfreudig, ihre Kinder werden mit religiös verkürztem Pseudo-Wissen vollgepumpt und zeugen wiederum Dumpfbacken als saudumme Religioten, eine stetige Abwärtsspirale der Idiotie.

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