Christen im Libanon rüsten sich für Kampf gegen IS


Das christliche Dorf Ras Baalbek liegt im Nordosten des Libanon Foto: REUTERS
„Sie werden uns grundlos die Kehle durchschneiden“: Der Schrecken des Islamischen Staates in Syrien und im Irak verschreckt die Christen im Libanon. Aus Furcht vor einem Ansturm greifen sie zu Waffen.

Von Bassem Mroue und Zeina KaramDIE WELT

Bei Abendrot gleicht das libanesische Dorf Kaa in diesen Tagen einer Festung. Zu Dutzenden liegen Bewohner der Ortschaft in der hügeligen Landschaft an der Grenze zu Syrien mit Maschinengewehren auf der Lauer.

Sie rüsten sich für einen Angriff muslimischer Extremisten. „Wir alle wissen, dass sie uns ohne Grund die Kehle durchschneiden werden, wenn sie kommen“, warnt ein Mann, während er vor Einbruch der Dunkelheit durch die Straßen von Kaa fährt. Neben ihm liegt ein Sturmgewehr.

Seit Monaten beobachten Christen im Libanon mit Schrecken, wie viele ihrer Glaubensgenossen in Syrien und im Irak vor Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat die Flucht ergreifen. Nicht wenige fürchten, dass sie als Nächstes an der Reihe sein könnten. Besonders spürbar ist die Angst in Ras Baalbek und Kaa, zwei christlichen Dörfern im Nordosten des Libanon.

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1 Comment

  1. > Sie werden uns grundlos die Kehle durchschneiden

    Nein, das werden sie nicht. Nicht grundlos.
    Die Tatsache, dass Ihr Christen seid (bzw. nicht den richtigen moslemischen Glauben habt) ist für die Halsabschneider der IS Grund genug.

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