ARD-Film über reiche Bistümer: Die Kohle der Kirche


Bild: tilly
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Jeder Konzern muss seine Bilanzen offenlegen. Nur die Kirche verbirgt ihren Besitz hinter Weihrauch, Purpur und Briefkastenfirmen. Die ARD-Doku „Vergelt’s Gott“ forscht nach – und legt Obszönes offen.

Von Arno FrankSpON

Aus der Distanz betrachtet ist die katholische Kirche eines der ältesten Unternehmen der Welt. Kernprodukt ist heute wie vor bald 2000 Jahren die frohe Botschaft, also der schwunghafte Handel mit metaphysischen Lebens- und Sinnversicherungen.

Zwar wird das „fliegende Personal“ nur sehr selten gesichtet, etwa von den Autoren esoterischer Ratgeber oder von portugiesischen Hirtenmädchen. Dafür steht das „Bodenpersonal“ in umso höherem Ansehen, wenn es um die salbungsvolle Beantwortung letzter Fragen geht – nur auf die profane Frage, wie die Bilanz dieses Unternehmens eigentlich aussieht, verweigert sie die Antwort. SWR-Journalist Stefan Tiyavorabun versucht dennoch, genau das herauszufinden: „Es geht um das bestgehütete Geheimnis der katholischen Kirche: ihr Geld.“

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