Esoterikmesse Enns— geballter Blödsinn


Bild: svz.de
Bild: svz.de
Esoterik ist äußerst umstritten. Die einen lieben, die anderen hassen sie. Bei der Esoterikmesse in der Ennser Stadthalle konnte man sich ein Bild machen.

Bezirksrundschau.at

Ein feiner Duft nach Kräutern, Stände mit bunten Anhängern, Amuletten und sonstigen Heilsbringern, ein langhaariger, leicht indianisch aussehender Typ – wenn man die Ennser Stadthalle betritt, wird man mit den typischen Esoterikzutaten konfrontiert. Die Atmosphäre ist ruhig und angenehm, und man hat irgendwie das Gefühl, in eine andere Welt zu treten. 90% der Anwesenden sind Frauen – zu ergründen, warum das so ist, wäre eine interessante Aufgabe.
Doch was ist Esoterik nun? Ein an den Haaren herbeigezogener völliger Unsinn, mit dem gutes Geld verdient wird, oder tatsächliche Heilsbringerin für ein glückliches, gesundes und zufriedenes Leben?
Zwei Beispiele aus dem Esoteriklager sollen ein Bild vermitteln.

Ein Mensch, viele Leben
Alfred Zoubek nennt sich Reinkarnationsforscher, Tranceführer und Begründer der spirituellen Evolutionslehre. Seine These: Jeder Mensch wird immer wieder geboren. Wie lange? So lange, bis er „alles gelernt“ hat, was es zu lernen gibt. Bei jeder Wiedergeburt gibt es eine neue Lebensaufgabe – zum Beispiel barmherzig zu werden – wenn man das gelernt hat, gibt es für’s nächste Leben eine neue Aufgabe. „Und wenn man alles gelernt hat, ist’s vorbei“, sagt Zoubek.
In den „Rückführungen“, die er anbietet, wird die Person in Trance versetzt und in seine früheren Leben zurückgeführt. So ein Prozess dauert bis zu fünfeinhalb Stunden.
Alfred Zoubek selbst war zum Beispiel im letzten Leben U-Boot-Kommandant im 2. Weltkrieg und wurde mit seinem Boot versenkt.

weiterlesen