Birgit Kelle: Feministin mit Hang zu den Legionären Christi


Gern gesehener Talkshow-Gast: Birgit Kelle bei Maybritt Illner (Archivbild von 2011). Bild: imago/Müller-Stauffenberg
Als „moderne Feministin“ präsentiert sich Birgit Kelle in den Talkshows. Doch zudem unterstützt sie die erzkonservativen Legionäre Christi.

Von Andreas Kemper—taz.de

Birgit Kelles Blick streift über den Platz, der sich allmählich mit Menschen füllt. Rosa und blaue Luftballons und Pappschilder mit den Aufschriften „Demo für alle“, „Schützt unsere Kinder!“ und „Gender-Ideologie stoppen“ werden verteilt. In ihrer Rede wird Birgit Kelle vor dem Bildungsplan 2015 warnen: Es sei das Ende der Meinungsvielfalt, wenn an den Schulen sexuelle Vielfalt gelehrt werde. Erziehungsrecht sei Elternrecht.

Die politische Aktivistin Birgit Kelle stellt sich als moderne Feministin dar. In den Medien wird ihr Buch „Dann mach doch die Bluse zu“ als unterhaltsam und provozierend bzw. als „belebend“ bezeichnet. Das Buch beginnt mit ihrer eigenen Geschichte, ihrer Erfahrung, als Mutter diskriminiert zu werden, weil man heute nicht mehr „nur“ Mutter und Hausfrau sein dürfe und sich dafür rechtfertigen müsse.

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