Die Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff kritisiert „unschöne“ Menschen


Die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff hat einen Beitrag zur „SZ“-Sommerserie „Umkleidekabine“ beigesteuert. (dpa picture alliance / Andre Hirtz)
Sibylle Lewitscharoff hat wieder zugeschlagen. Diesmal in einer harmlos daherkommenden Sommerserie der „SZ“: Sie sei angewidert vom Anblick alter und „unschöner“ Menschen in Sommerbekleidung, so die schwäbische Büchner-Preisträgerin.

Von Tobias WenzelDeutschlandradio Kultur

„Umkleidekabine“

heißt die eigentlich hübsche und harmlose Serie der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG. Autoren schreiben in wenigen Zeilen über Kleidung. An diesem Montag Sibylle Lewitscharoff. Nun weiß man aus ihrer Dresdner Rede, in der sie durch künstliche Befruchtung entstandene Kinder als „Halbwesen“ bezeichnete, dass Sibylle Lewitscharoff hübsch und harmlos nicht kann. Auch nicht in der Sommerreihe der SZ. Sie bewundere Männer in Anzügen, erzählt sie, sei aber angewidert von vielen anderen:

„Millionen von fettleibigen Männern gehen in T-Shirts ohne Ärmel auf die Straße. Grauslig.“

Leicht bekleidete Frauen erträgt Lewitscharoff auch nur, wenn sie jung sind und Modelmaße haben. Beim Anblick dieser Frauen sei sie „regelrecht hingerissen“, selbst wenn sie „ein billiges Fähnchen“ anhätten:

„Aber viele Frauen sind alt oder fettleibig oder sonst wie unschön geformt, und da wird der Anblick üppig oder seltsam wuchernden Fleisches für den Betrachter zur Qual.“

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4 Comments

  1. @BochumSusanne und Yeti: ueber genau diese Stammtischaeusserungen hat sie geschrieben, und es ist ihr hervorragend gelungen! Und so wie ich sie kennen, war ihr ihr eigenes Aussehen beim Schreiben durchaus präsent! Sie macht im Prinzip nichts anderes wie Gerd Dudenhoefer.

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  2. Damit muss man leben, man kann ja einfach wegschauen.

    Wenn sich jetzt in Estartit am Donnerstag die Touristenmassen über den Wochenmarkt wälzen, dann kommt vielleicht ein gut aussehender Körper auf 100 Besucher. Am schlimmsten sind die Engländer, da hängen wabbelnde Fett-Bäuche aus Turnhosen und auf tätowierten nackten Oberkörpern laufen bei 30°C und mehr Bäche von Schweiß runter.

    Unappetitlich ist noch harmlos

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    1. Richtig. Man soll Menschan nicht nach ihrem Äußeren beurteilen, aber:
      Wenn ich diese – äh – Frau sehe, wünsche ich ihr sofort eine Burka.

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