Missionarin kontaktiert bedrohtes unkontaktiertes Amazonas-Volk


Unkontaktierte Mashco-Piro haben Kleidung und Lebensmittel von Außenstehenden erhalten, wodurch sie Gefahr laufen, sich mit für sie tödlichen Krankheiten zu infizieren. © Jaime Corisepa/FENAMAD
Ein unkontaktiertes und für eingeschleppte Krankheiten höchst anfälliges Amazonas-Volk wurde an der Grenze des Manu-Nationalparks in Peru von einer Missionarin kontaktiert. Die Kontaktaufnahme schürt die Sorge um die Übertragung von Krankheiten, die das unkontaktierte Volk auslöschen könnten.

Survival International

Berichten zufolge soll die Adventisten-Missionarin aus einer lokalen Indigenen-Gemeinde mit einem Boot des Reiseanbieters Expediciones Vilca ans Ufer gefahren sein, wo sie Kleidung und Lebensmittel für die unkontaktierten Mashco-Piro-Indianer hinterließ.

Nun sind Bilder veröffentlicht worden, die das Zusammentreffen am letzten Samstag (6. September) zeigen. Darauf nehmen die Mashco-Piro die Kleidung und Lebensmittel an, die das Boot kurz zuvor ablud.

Erst vor wenigen Tagen hatten Survival International, die globale Bewegung für die Rechte indigener Völker, und die lokale Indigenen-Organisation FENAMAD vor “Menschensafaris” und der zunehmenden Bedrohung gewarnt, die das Aufeinandertreffen von Unkontaktierten und Außenstehenden mit sich bringt.

1 Comment

  1. Nicht nur Krnkheitskeime gefährten die Existenz der letzten Naturvölker, der religioti Schwachsinn ist genau so gefährlich. Man tut diesen Menschen kein Gefallen sie kulturell in die Moderne zu zwingen und ihnen laufend ihre Rückständigkeit zu brweisen

    Indianersprachen wie etwa Apaitsiiso der Pirahas kennen nur „eins“ und „zwei“, wenige Farben, keine Vergleiche wie „mehr“, „größer“, „schöner“, „schneller“ usw. Versuche den Indianern das Rechnen bis 10 zu vermitteln scheiterten. Der Missionar Everett kommt zu dem Schluss „Wenn sie beginnen an einen Mangel in ihrer eigenen Kultur zu glauben, an eine Notwendigkeit der westlichen Werte, dann ist das eine sehr zerstörende Kraft in ihren Leben.“ und tritt aus seiner Sekte aus.

    Everett ist heute Dozent an einer Universität und lehrt Indianerdialekte

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