Youtube-Kanal des Grauens: Fundamentalisten warnen Kinder vor Homo-Themen im Unterricht


jugend-tv.net übt sich in kindgerechter Homophobie, Bild: QUEER.DE
Die Macher von klagemauer.tv, die enge Beziehungen zu Bildungsplan-Gegnern pflegen, warnen Schüler davor, „manipuliert“ und „gezielt umgepolt“ zu werden.

Von Norbert BlechQUEER.DE

Es ist schon über ein Jahr alt, dennoch verunsichert gerade ein Youtube-Video von jugend-tv.net die Nutzer von sozialen Netzwerken, in denen es sich in diesen Tagen verbreitet.

In der Pseudo-Nachrichtensendung, die sich in Sprache und Optik gezielt an Kinder und Jugendliche wendet, meint die sich selbst im Schüleralter befindende „Moderatorin“, „etwas total krasses“ erzählen zu müssen. Und dann holt sie aus: Staatliche Sexualpädagogen würden „uns Jugendlichen“ schmackhaft machen, „uns auf eine homosexuelle Orientierung festzulegen“.

Schwulsein werde „regelrecht angepriesen“, so die „Moderatorin“. Eigentlich neige ein Großteil der Jugendlichen zu „stabiler Heterosexualität“. „Nur“ weil die Jugendlichen „andauernd“ mit Rollenspielen oder Lehrmaterial konfrontiert würden, kämen sie dazu, einen „solchen Lebensstil (zu) wählen“. Schüler würden „bewusst manipuliert“, die staatliche Macht zu einer „gezielten Umpolung der Jugendlichen“ missbraucht.

Das Video gewinnt an zusätzlicher Kraft, weil die Moderatorin andauernd von „ich“, „wir“ und „uns“ spricht. Zum Schluss sagt sie: „So was lassen auch wir Jugendlichen nicht mehr mit uns machen.“

Kurz nach Veröffentlichtung dieses Artikels wurde das Video auf Youtube auf „privat“ gestellt. Auf der Webseite von jugend-tv lässt sich allerdings derzeit noch das Video ansehen.

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