Das Schweigen der Diaspora


Bild: brightsblog
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Deutsche Juden tun sich schwer mit Kritik an Israel – auch wenn sie das Vorgehen gegen die Palästinenser nicht gutheißen. Kritik gilt als Verrat. Aber ist es denn Sache des Zentralrats der Juden in Deutschland, Israels Feldzüge zu verteidigen?

Von David RananSüddeutsche.de

Kritik an Israel ist oft unfair, von Doppelmoral geprägt und schwappt schnell ins Antisemitische. Daher rührt das verständliche Bedürfnis vieler Juden, die außerhalb Israels in der Diaspora leben, Israel, die eigenen Brüder, in Schutz zu nehmen. Aber was tun, wenn man der Meinung ist, dass die Kritik berechtigt ist? Sollen Diaspora-Juden israelische Politik und Handlungen auch gegen ihre eigene Überzeugung automatisch verteidigen? Sollte man nicht differenzierter agieren? Wäre damit nicht sowohl Israel wie auch dem jüdischen Leben in Deutschland mehr gedient?

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