Türkei deportiert fast 1000 Islamisten


Bild: nationalreview.com
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Lange ließ die Türkei islamische Terrorgruppen an ihren Grenzen gewähren. Doch jetzt werden die der Türkei selbst gefährlich. Ankara greift durch und meldet die Abschiebung Hunderter IS-Anhänger.

Von Boris KálnokyDIE WELT

Die Türkei steht unter erheblichem Druck der USA und ihrer westlichen Verbündeten, mehr zu tun im Kampf gegen die radikal-islamische Terrorarmee Islamischer Staat (IS, früher Isis). Am Freitag wird US-Außenminister John Kerry zu Gesprächen diesbezüglich in Ankara erwartet, nachdem er zuvor in Saudi-Arabien war.

Es gibt zwei Dinge, die der Westen von der Türkei wünscht: Erstens, eine weithin sichtbare zentrale Rolle zu übernehmen bei der Zerstörung des IS. Das wäre wünschenswert, wird aber wohl nicht passieren. Zweitens, den Freiwilligennachschub der Dschihadisten zu blockieren. Denn die meisten kommen über die Türkei. Neuerdings greift Ankara durch: So wurde nach Angaben des französischen Senders RTL vom Donnerstag gerade ein IS-Rekrutierer mit französischem Pass namens Mourad Fares nach Frankreich abgeschoben.

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