Katar, Kuwait, Saudi-Arabien: Die Sponsoren des Terrors


Bild: nationalreview.com
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Das Verbot des IS ist der richtige Schritt. Doch weitere müssen Folgen. Vor allem die Finanzströme der Terroristen sollten ausgetrocknet werden. Die Regierung könnte beim Emir von Katar, der diese Woche auf Deutschlandreise ist, beginnen, den Druck zu erhöhen.

Von Werner SonneCicero

Katars Außenminister Chalid Al-Attija gab sich empört. Sein Land unterstütze die Terrormiliz Islamischer Staat in keinerlei Form. Und die anderes behaupteten, seien „schlecht informiert“, sagte er nicht zufällig dem deutschen „Handelsblatt“. Denn damit meinte er nicht zuletzt ein deutsches Regierungsmitglied: Entwicklungshilfeminister Gerd Müller. Der hatte eben das öffentlich erklärt. Dann ruderte sein Ministerium zurück. Müller habe sich nur auf Presseberichte bezogen.

Doch die Wahrheit liegt wie so oft irgendwo in der Mitte. In der Tat haben westliche Nachrichtendienste  keine belastbaren Erkenntnisse, dass die Regierung von Katar die IS direkt finanziell unterstützt hat. Ein hoher israelischer Geheimdienstler, der von Jerusalem aus die Szene besonders kritisch beobachtet, sagt gegenüber Cicero: „Es ist schwierig, dass auf den Punkt zu bringen“. Aber dass aus Katar, und nicht nur von dort, Geld zu den brutalen sunnitischen Glaubensbrüdern geflossen ist, gilt in dieser Community als ausgemacht. Nur eben nicht offiziell.

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