20. Todestag: „Popper ist gerade nicht in Mode“


Sir Karl Popper (1980), Bild: wikimedia.org/PD
„Karl Popper ist gerade nicht in Mode.“ – Dieses Fazit zieht Josef Mitterer, Philosoph an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und inzwischen im Ruhestand, anlässlich des 20. Todestages des Philosophen im Gespräch mit der APA. „Das heißt aber nicht, dass er unbedeutend geworden ist“, so der Popper-Experte. Denn der Begründer des kritischen Rationalismus wirke vor allem in seinen Begriffen nach.

Tiroler Tageszeitung

„Inzwischen spricht man ohne weitere Erklärung von der Falsifizierbarkeit, Trial and Error oder der Annäherung an die Wahrheit“, meinte Mitterer. Die Begriffe Poppers seien inzwischen derart im alltäglichen Sprachgebrauch verankert, dass man Popper gar nicht mehr zitieren müsse. Wenn es um die Aufarbeitung oder Weiterentwicklung von Poppers Werk gehe, sei der Philosoph allerdings derzeit eher „out“. Viele Leerstellen in der Bearbeitung – etwa des Nachlasses – gebe es aber ohnehin nicht mehr, erklärte Mitterer.

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