Alexis Tsipras: „Der Papst ist kein Linker, aber er spricht wie einer“


foto: epa / sotiris barbarousi Beten ist Alexis Tsipras' Sache nicht. Dennoch sieht er in Papst Franziskus einen Partner zur Verfolgung gleicher Ziele
foto: epa / sotiris barbarousi
Beten ist Alexis Tsipras‘ Sache nicht. Dennoch sieht er in Papst Franziskus einen Partner zur Verfolgung gleicher Ziele
Die Europäische Linke wurde vom Papst empfangen, der Chef der griechischen Partei Syriza sucht eine Allianz mit Franziskus

Von Peter MayrderStandard.at

Um exakt 9.45 Uhr setzte sich die kleine Delegation in Bewegung. Von der Piazza del Sant’Uffizio ist es nicht weit ins Herz des Vatikans. Der geladene Gast wirkt angespannt. Es ist auch ein besonderer Termin: Zum ersten Mal trifft ein hochrangiger Vertreter der Europäischen Linken den Papst. Noch heikler ist diese Mission, weil es Alexis Tsipras, Chef der griechischen Linkspartei Syriza, ist – also der Gottseibeiuns vieler europäischer Spitzenpolitiker.

Rund zwei Stunden später gibt es einen gelöst wirkenden Tsipras. Dreißig Minuten dauerte die Privataudienz bei Franziskus. Es sei ein historisches Treffen gewesen, stellt Tsipras zufrieden fest. Das wurde auch anderen Ortes offenbar so gewertet: Denn kaum war der Termin für die Zusammenkunft publik geworden, habe es Druck aus Griechenland gegeben, hieß es aus der Delegation. „Die griechische Regierung mag nichts von dem, was ich mache. Sie mag mich nicht“, sagte Tsipras dazu im Gespräch mit dem Standard.

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2 Comments

  1. Für das was die Titelüberschrift aussagt gibt es einen Terminus technicus: „Schizophrenie“.
    Das der Papst anderst denkt als er spricht, wird aber eher eine taktisch- notwendige Vorgehensweise sein. Die Kirche spricht in solchen Fällen von „Notlügen“ und die sind für sie ja legitim und uralte Tradition.

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  2. Der Papst hat das, was man einen Scheißjob nennt

    Er ist verpflichtet die ewig und absolut wahren sowie unantastbaren 245 Dogmen der RKK zu respektieren und für deren Einhaltung sorgen. Für er das auch nur ansatzweise machen, wäre er ein Lachnummer schlimmer als der schlechteste Kabarettist, den das Fernsehen auftreiben kann

    Also verkündet er nur solche Sprüche, die im seine gebenedeiten und überwiegend schwulen Priester als Marketingexperten einflüstern, immer damit rechnend, das von 1000 Einfaltspinseln etwa 999 noch nie ein Dogma gelesen und/oder verstanden haben

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