EKD-Ratsvorsitzender: Assistenz beim Suizid muss erlaubt sein


sterbenNach Ansicht des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, darf Hilfe beim Suizid bei der Begleitung Sterbender aus dem engsten Beziehungskreis nicht verboten werden.

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Man müsse respektieren, „dass Menschen eine Begleitung anbieten, die über die Normen hinausgeht“, sagte Schneider am Donnerstagabend in der ARD-Sendung „Beckmann“. „Die Assistenz beim Suizid, das ist nötig“, ergänzte er. Etwas anderes sei die Tötung auf Verlangen, betonte der Theologe: „Da ist eine Grenze überschritten. Das darf nicht sein.“

Im Bundestag wird derzeit diskutiert, organisierte Formen der Suizidbeihilfe zu verbieten. Damit soll die Arbeit umstrittener Sterbehilfevereine unterbunden werden. Die Assistenz bei der Selbsttötung, etwa durch Überlassung tödlicher Medikamente, ist in Deutschland grundsätzlich nicht verboten. „Das halte ich auch für ganz wichtig“, betonte Schneider. „Wenn Menschen solch eine Entscheidung für sich fällen, dürfen wir sie nicht aus der Gemeinschaft ausstoßen, sondern dann müssen wir wirklich an ihrer Seite sein“, sagte er.

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2 Comments

  1. @Rolo
    Wie soll das im engsten Familiekreis bitte stattfinden, total sinnfreies Gelaber um sich vor der Vrantwortung zu drücken. Wer beschafft das Medikament und wer setzt dann die finale Spritze.

    Unsere Schwiegermutter war ga-ga und hat uns wegen Sklaverei angezeigt. Wir hatten das mit Maschinenpistolen schwer gewaffnete Überfallkommando mit 10 Polizisten im Haus, am nächsten Tag hat sich die Behörde entschuldigt, die „Alte“ wäre verrückt. Daraufhin hat sie das Sozialgericht entmündigt und ins geschlossene Heim gesteckt – zu unser großen Erleichterung

    Obwohl ich es gewohnt bin meiner behinderten Frau laufend Spritzen zu geben, wäre ich mental nicht in der Lage irgend jemanden die finale Spritze zu setzen wie bei einer Hinrichtung als Todesstrafe

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  2. Bei manchen Religioten muss traurigerweise zuerst das Schicksal in der Familie zuschlagen. Ohne dies würde ein Wandel wohl kaum vorgenommen werden. Man erkennt leider daran, u.a. die Scheinheiligkeit, die Verbohrtheit und nicht zuletzt den Egoismus, der Verfechter religiotischer Ansichten.

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