Veganes Leben: „Ernährung ist keine reine Privatsache“


Bild: Wikimedia Commons/alfa88papa (CC-BY-SA 3.0)
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Passen Sport und Veganismus wirklich zusammen? Ja, sagt Katrin Schäfer, die ein Blog über Laufen und vegane Ernährung schreibt. Im Gespräch mit achim-achilles.de erklärt sie, warum der Verzicht auf tierische Produkte erstrebenswert sein sollte.

SpON

SPIEGEL ONLINE: Frau Schäfer, wir leben in einer Hochphase des Veganismus. Gleichzeitig wird das Thema in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Warum ist das so?

Schäfer: Essen ist ein emotionales Thema. Ernährung hat viel mit Gewohnheiten zu tun und gibt unserem Leben Stabilität. Wenn man jemandem rät, dass er kein Fleisch mehr essen sollte, fühlt dieser sich angegriffen, schließlich stellt man seine Gewohnheiten infrage. Die Menschen scheuen sich vor solchen tiefgreifenden Veränderungen und nehmen dann eine Abwehrhaltung ein.

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2 Comments

  1. Ernährung ist nur bis zu einem gewissen Punkt Privatsache.

    Wenn Erwachsene bei 175 – 190 cm Körpergröße unter 60 kg wiegen und als Hungerharfen wegen Mangelernährung „einen Sprung in der Schüssel“ haben oder bei Körpergewichten über 150 kg nur noch mit einem Kran aus ihrer Etagenwohnung geborgen werden können, dann wird deren falsche Ernährung zu Kostenprobleim für die Gesellschaft

    Die späten Eiszeitmenschen aus Dänemark hatten als erste halbseßhafte Jäger einen Kalorienumsatz von 8.000 bis 12.000 kcal am Tag, im Mittelalter betrug der Umsatz 2.500 bis 5.000 kcal je nach Art des Broterwerbs. Heute haben wir einen Umsatz von 1.000 – 3.500 kcal vom KZ-Insassen im NAZI-KZ bis hin zum Bergarbeiter unter Tage oder Stahlwerksarbeiter

    Andererseits sind wir genetisch Raubtiere mit einer Verdauung ähnlich den Bären und Affen. der mittellange Darm kann sowohl Fleisch als auch Feldfrüchte gut aufschließen. Reine Raubtiere mit kurzem Darm leben nur vom Fleisch, Grasfresser haben oft spezielle Verdauungen mit sehr langem Darm

    Wer aus ideologischer Verblendung irgendwelche Speisen (vegan) glorifiziert, der hat noch nicht einmal verstanden was Hominide eigentlich sind – eine Primatenart mit Mischernährung. Das kann man nachträglich nicht auf Krankenschein wieder hinbiegen. Wer wie ich ab 1945 als Flüchtlingskind fast verhungert ist, der hat ein Leben lang darunter zu leiden. Das kriegt man Filetstek, Kaviar und Champus nicht weg gefressen

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  2. Mit der bisherigen Ernährungsweise hat es die Menschheit, bis in unsere Tage, allerdings ganz gut geschafft. Ob das mit ausschließlich veganischer Ernährung auch so gelaufen wäre ? Wer weiss ? (Ist ja auch egal. So toll ist nämlich der Erfolg der ernährunsbedingten Entwicklung des Menschen auch wieder nicht. 🙂 )

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