Wenn Dummheit zur materiellen Gewalt wird: Ärzteteam in Guinea ermordet


Elektronenmikroskopische Aufnahme von Ebolaviren, Bild: wikimedia.org/PD
Ein Ärzteteam, das Bewohner in Guinea über Ebola aufklären sollte, ist offenbar getötet worden.

evangelisch.de

Insgesamt acht Leichen seien aus der Sickergrube eines Dorfes nahe der Stadt Nzerekore im Süden Guineas gezogen worden, sagte ein Regierungssprecher am Donnerstagabend in der Hauptstadt Conakry. Er sprach von einem kaltblütigen Mord. Die Täter sind vermutlich Bewohner des Dorfes. Auch drei Journalisten, die die Mediziner begleitet hatten, seien getötet worden. Sie hatten berichtet, von den Dorfbewohnern angegriffen und mit Steinen beworfen worden zu sein, bevor der Kontakt zu ihnen abbrach.

Das Dorf liegt nicht weit vom ersten Ausbruchsort der derzeitigen Ebola-Epidemie entfernt. Die Bewohner machen Ärzte und Politiker mitverantwortlich für die Epidemie. Dem Gesundheitsminister des Landes, Remy Lamah, war es jüngst beim Versuch, in den Ort zu reisen, nicht gelungen, die Straßensperren zu überwinden. Ärzte waren wiederholt angegriffen und vertrieben worden.

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