„I Origins“ – ein Kultfilm für Kreationisten?


Image:Foxsearchlight.com/Youtube
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I Origins ist ein US-Film, der in den USA als „Science-Fiction“ oder „Sci-Fi-Mystery“ präsentiert wurde, für den deutschen Markt aber auch als „Wissenschaftsdrama und Liebesgeschichte“ bezeichnet wird.

Von Thomas BarthTELEPOLIS

Man sollte stattdessen von einem Wissenschaftler-Bekehrungsdrama sprechen, denn das zentrale Thema ist der Kampf von Rationalismus und Religion – und am Ende gewinnt die Religion. Dafür werden Liebe, Sex und Tod mit viel komödiantischer Ironie rund um Wunder und Wissenschaft drapiert. I Origins gibt der Iris-Biometrie dabei eine entscheidende Rolle, übersieht aber völlig die politische Dimension der Überwachung. Thema verschenkt.

Der Film von Mike Cahill (Drehbuch, Regie und Produktion) dreht sich um Kernfragen einer ideologischen Schlacht im Bibel-Belt der USA, die uns Europäern meist etwas sonderbar anmutet: In der führenden Wirtschafts- und Wissenschaftsnation der westlichen Welt streitet man sich darum, ob im Schulunterricht Darwins Evolutionstheorie auf dem Lehrplan stehen darf. Und wenn ja, ob dabei neben Darwins Ansatz als gleichberechtigte Theorie die biblische Schöpfungsgeschichte bzw. eine kreationistische Modernisierung davon, das sogenannte „Intelligent Design“, diskutiert werden muss – wohlgemerkt im Biologieunterricht, nicht in der Religionsstunde.

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