In Istanbul demonstriert man offen für den IS


Bild: Twitter @AJANSAMED Auf der Istiklal demonstrierten Mitglieder islamischer Vereine mit schwarzen Tauhid-Flaggen und "Allahu ekber"-Rufen gegen die US-Luftangriffe auf die syrischen IS-Stützpunkte
Bild: Twitter @AJANSAMED
Auf der Istiklal demonstrierten Mitglieder islamischer Vereine mit schwarzen Tauhid-Flaggen und „Allahu ekber“-Rufen gegen die US-Luftangriffe auf die syrischen IS-Stützpunkte
Nachdem der türkische Präsident eine militärische Unterstützung der Anti-IS-Allianz in Betracht gezogen hat, marschierten Anhänger des Islamischen Staats mitten in Istanbul auf.

Von Cigdem ToprakDIE WELT

Istanbuls beliebte Einkaufsstraße Istiklal Caddesi war letztes Jahr internationaler Schauplatz gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen der türkischen Polizei und jungen Aktivisten der Gezi-Park-Protestwelle. Die Proteste richteten sich gegen den autoritären Führungsstil des damaligen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan und seiner islamisch-konservativen AKP-Regierung. Heute ist Erdogan Staatspräsident und muss sich in diesen Tagen weniger um innenpolitische Konflikte, sondern viel mehr um die auch für ihn immer größer werdende Gefahr des Terrors des Islamischen Staats (IS) in Syrien und dem Irak Sorgen machen.

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