Jauchs Dschihad-Talk gerät aus dem Ruder


Al-Nu-Moschee Berlin, Bild: BZ
In seiner ersten Sendung nach der Sommerpause wollte Günther Jauch seine Gäste darüber spekulieren lassen, was „unsere“ Muslime wohl so denken. Doch ein radikaler Prediger aus der Berliner Al-Nur-Moschee machte ihm einen Strich durch die Rechnung.

Von Bernd GäblerDER TAGESSPIEGEL

Zwölf Sommerwochen lang gab es keinen Sonntagstalk nach dem ARD-“Tatort“. Nun ist Günther Jauch wieder zurück in seinem großräumigen Berliner Gasometer – und prompt sitzt da auch schon wieder Wolfgang Bosbach. Der  für jedes Thema geeignete Talkshow-Beauftragte der CDU soll diesmal über „Gewalt in Namen Allahs – wie denken unsere Muslime?“ (wie es ohne jede Ironie mit besitzanzeigendem Fürwort heißt) mit dem unorthodox-bodenständigen Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) sowie der „Spiegel“-Reporterin Özlem Gezer und dem NDR-Journalisten Stefan Buchen diskutieren.

Und die Redaktion hat zusätzlich noch einen Clou aufgeboten, der stolz schon während des Eingangsstatements von Günther Jauch eingeblendet wird: einen leibhaftigen Prediger des radikalen Islam, Abdul Adhim Kamouss, der auch in der vom Verfassungsschutz observierten Berliner Al-Nur-Moschee predige.

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