„Sunday Assembly“: Atheisten feiern den Zufall


„Sunday Assembly“ heißen weltweite Treffen von Atheisten, die einem Gottesdienst ähneln. Einen Ableger der Londoner Muttergemeinde gibt es nun auch in Berlin Foto: pro
Rund 150 Menschen haben sich am Sonntag erstmals zu einem atheistischen Gottesdienst in Berlin getroffen. „Sunday Assembly“ nennt sich die betont gottlose Gemeinschaft. Ihr Motto: „Lebe besser, hilf öfter, staune mehr“ – und das alles ohne Religion.

pro Medienmagazin

„Heute gibt es kostenlose Umarmungen“, sagt Sue Schwerin von Krosigk zur Begrüßung und drückt einen Gast an sich. In wenigen Minuten wird sie zu den rund 150 Gästen im Berliner „Orange Lab“ sprechen, einem hippen Veranstaltungsort nahe des Tiergartens. Sie wird erklären, wie das Leben zu einem besseren werden kann. Wie wichtig es ist, einander zu helfen. Und dass sie es liebt, im Alltag inne zu halten und wie ein Kind über die Schönheit der Welt zu staunen. Manche würden das predigen nennen. Schwerin von Krosigk nicht. Denn mit dem christlichen Glauben ihrer Jugend hat sie längst abgeschlossen. Der Gedanke der Gemeinschaft hingegen gefällt ihr. Deshalb hat sie gemeinsam mit einer Hand voll Mitstreitern die erste „Sunday Assembly“ in Berlin organisiert: ein Treffen für all jene, die gerne singen, über das Leben nachdenken und zugleich auf einen Gottesglauben verzichten möchten. Dabei gleicht „Sunday Assembly“ vielen, vor allem freikirchlichen Gottesdiensten bis ins Detail. Nur, dass Gott selbst darin keinen Platz haben soll.

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