Zinsen: Ein Pfund Fleisch aus des Schuldners Körper


Eu_Euro1Jahrhundertelang waren Zinsen verboten. Warum eigentlich? Ein historischer Abriss.

Von Sara WeberZEIT ONLINE

Die Geschichte der Zinsen ist voller Geheimnisse, Lügen, Verbote. Zu den ältesten Zinssystemen gehört das babylonische. Im 18. Jahrhundert vor Christus herrschte in Babylon König Hammurabi. In Keilschrift auf Stein hinterließ er einen Gesetzestext. Der Codex Hammurabi regelte das tägliche Leben – und die verzinsbare Schuld.

Im alten Rom und im antiken Griechenland waren Zinsen ebenfalls üblich, als normaler Zinssatz galt ein Prozent pro Monat. Schon damals gab es Kritik: Der griechische Philosoph Aristoteles forderte ein Verbot von Zinsen. Geld sei zum Tauschen erfunden worden, durch den Zins vermehre es sich jedoch aus sich heraus. „Diese Art des Gelderwerbs ist also am meisten gegen die Natur“, so Aristoteles.

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2 Comments

  1. Die Steuereintreiber der Frühzeit waren die Priester als Büttel des König, er allein konnte sie ernennen oder entlassen

    König Herodes hat weder den fiktiven Jesus Christus noch Pontius Pilatus erlebt und ab 20 v.C. nicht in Jerusalem regiert. Der Tod von Herodes macht die Bildung von Samaria, Idumäa, Judäa als römische Provinz notwendig. Rom’s Stadthalter Publius Sulpicius Quirinius (51 v.C.-21 n.C.) schätzt 4 v.C. in römisch Judäa die Steuern. Die Herodes Söhne streiten ums Erbe, die Aufstände beenden 4 Legionen unter Publius Quinctilius Varus (47 v.C.-9 n.C.). Der Herodes Sohn Archelaus (45 v.C.–18 n.C.) wird nur Führer (ethnarch) von römisch Judäa (Steuern 600 Talente/Jahr, 600*27=16.200 kg Silber) und 6 n.C. wegen Unfähigkeit nach Vienne in Gallien verbannt. Der Herodes Sohn Philippos (20 v.C.–34 n.C.) wird König (tetrarch) von Ituräa, Batanea, Auranitis und Trachonitis (100 Talente/Jahr). Der Herodes Sohn Antipas (20 v.C.-39 n.C.) wird König (tetrarch) von Galiläa und Peräa (Westbank) in Sepphoris (200 Talente/Jahr).

    Steuern und Zinsen waren durchaus üblich. Nicht bekannt waren die Grundzüge einer Volkswirtschaft, das scheitert sowohl an fast 100% Analphabetismus als auch am Zahlensystem. Die größte darstellbare Zahl (in Mittelhebräisch und vereandten Sprachen) war 400, eine NULL und Dezimalen unbekannt, mulitplizieren selten richtg und Dividieren unmöglich. Einzig die Inder und die Mayas haben die Existenz der NULL erkannt und genutzt, die Kulturen im Mittelmeerraum waren dazu geistig nicht fähig, da religiöse Mythen immer den Vorrang hatten. Bildung galt als nutzlos und persönliche Eitelkeit

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