Deutsche Geiseln flehen Berlin um Hilfe an


Die Islamistengruppe Abu Sayyaf droht mit der Enthauptung der deutschen Geiseln, sollte Deutschland die Militäraktionen der USA und ihren Verbündeten gegen den Islamischen Staat in Syrien und dem Irak weiterhin unterstützen Foto: DIE WELT
Das entführte Segler-Paar richtet sich per Radiobotschaft an Berlin und Manila. Das Golf-Emirat Katar hat offenbar Kontakt zu der islamistischen Terrorgruppe aufgenommen und verhandelt eine Lösung.

DIE WELT

Die von Islamisten auf den Philippinen entführten Deutschen haben die Bundesregierung um Hilfe angerufen. Im Radio appellierten die beiden an die deutsche und philippinische Regierung, alles für ihre Freilassung zu tun. Der Arzt Stefan O. sagte einem Rundfunksender DXRZ in Zamboanga City, er hoffe, „dass meine Regierung alles in ihrer Macht stehende tut, um mich freizubekommen“. Sein Gesundheitszustand bereite ihm Sorge, fügte der 74-Jährige hinzu, sie hätten seit ihrer Gefangennahme auf feuchten Böden schlafen müssen. „Ich fürchte um mein Leben“, sagt er.

Seine Begleiterin, die 55 Jahre alte Henrike D., bat auch die philippinische Regierung um Hilfe. Das Leben im Dschungel sei sehr gefährlich und schwierig. „Die Situation hier ist sehr stressig“, sagte sie dem Radiosender. „Wir wissen nicht, wie lange wir das durchhalten.“ Die philippinische Polizei stufte die Rundfunkbotschaft als authentisch ein.

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