Katholisches Trauma: Säkularisierung der Ehe


Bild: dibk.at
Bei der kommenden Bischofssynode geht es nicht ausschließlich um die Familie und die Unauflöslichkeit der Ehe, sondern es steht auch das Selbstverständnis der Kirche in einer säkularisierten Gesellschaft infrage.

Gastkommentar von Martin Grichting—kath.net

Die Kuratoren der Ausstellung «Lux in arcana» hatten ein glückliches Händchen. Denn unter die 2012 auf dem römischen Kapitol ausgestellten exzellenten Stücke aus dem Vatikanischen Geheimarchiv nahmen sie auch ein mit 81 Siegeln bewehrtes Pergament aus dem Jahr 1530 auf. Dessen Absender waren Mitglieder des englischen Oberhauses, die auf Clemens VII. Druck ausüben wollten. Verbunden mit der Drohung, sie würden anderweitig für Abhilfe sorgen, verlangten sie vom Papst, er solle die Ehe Heinrichs VIII. mit Katharina von Aragón für nichtig erklären.

Wenn bei der am kommenden 5. Oktober im Vatikan beginnenden Bischofssynode die «Familie im Kontext der Neuevangelisierung» auf der Tagesordnung steht, geht es somit seit den Zeiten Heinrichs VIII. wieder einmal um die Frage nach der Unauflöslichkeit der Ehe. Und auch diesmal sind breit abgestützte Bittschriften nach Rom gesandt worden, verbunden − wie schon vor 500 Jahren − mit gelehrten Abhandlungen, die ein Abweichen von der bisherigen Lehre für angezeigt halten.

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3 Comments

  1. Das eigentliche Problem ist doch die Dogmatik der RKK, darin ist alles auf ewig unasntastbar festgezurrt. Da kann kein all-wissender Popanz mal schnell was ändern

    Der RKK Großinquisitor Ratzinger droht 1990 schon fast all-wissend:
    „Wer nicht die unfehlbaren Inhalte des christlichen Glaubens ohne Zweifel, ohne Kritik und Vorbehalte annimmt, der hat einen persönlichen Defekt, eine mangelhafte persönliche Heiligung, ein ungenügend gebildetes Gewissen, eine sündige Verfasstheit, eine auf Vorurteilen beruhenden Geist der Kritik und huldigt der Untreue gegen den Heiligen Geist.“

    Die RKK Realitätsleugnung ist absolut. Religiöse Wahnvorstellungen als raffinierte Trugbilder sind nicht durch neue Fakten zu widerlegen. Religioten akzeptieren jeden Gotteshumbug, Fakten überfordern sie geistig, weil die Realität in ihrem Weltbild nicht vorkommen darf und Erklärungen dazu Blasphemie sind. Für RKK Religioten ist per Dogma No.381 der Dienst in gerechten Kriegen unverzichtbar um Zombies ewige Gnade irgendwann im Nirgendwo zu genießen. Zweifler und Ungläubige trifft sofort die grauenhafte Höllenpein, besonders wenn sie sich auf die satanischen Menschenrechte berufen.

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  2. Die „Kirchenfürsten“ sollten nicht so viel über Säkularisierung der Ehe quasseln und lieber ihre „Glaubensanhänger“ fragen die hinter dem Altar ihre spekulativen Glaubensideen wiedergeben und ihren Hormonhaushalt kaum bewältigen können,WARUM?

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