Ehe und Sexualmoral: Der katholische Sündenfall


Bild: youtube
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Die anstehende Bischofssynode könnte die Kirchenlehre revolutionieren. Der Widerstand gegen Papst Franziskus wächst.

Von Paul KreinerDER TAGESSPIEGEL

Die Bischofssynode, die am Sonntag im Vatikan beginnt, gilt nicht nur als die wichtigste katholische Kirchenversammlung seit 50 Jahren; sie ist auch jene, die in der Öffentlichkeit mit den meisten Reformerwartungen begleitet wird. Dafür hat bei den Kirchenoberen seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) kein Bischofstreffen mehr solch erbitterte Polemik verursacht wie dieses – und das, obwohl bis zum Folgetreffen im Herbst nächsten Jahres keine konkreten Beschlüsse anstehen. Es ist allein die geplante Bestandsaufnahme, die für Aufruhr sorgt.

Neu ist diese Bestandsaufnahme schon der Form nach: Die 191 Bischöfe und Kardinäle sowie die 62 Experten und Gäste, die auf Einladung von Papst Franziskus zunächst zwei Wochen lang über „Die seelsorgerischen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung“ diskutieren sollen, tun dies auf der Basis eines Fragebogens, den das Synodensekretariat vor einem Jahr in alle Welt verschickt hat.

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3 Comments

  1. In den engen Grenzen der ewig wahren und unantastbaren Dogmatik kann kaum was verändert werden

    Die BRD hat 38% von 80,5 Mil. Bürger ohne Konfession, 28% evangelisch in 14.750 bzw. 29% katholisch in 11.200 Pfarreien und 4% Muslime plus religiöse Mini-Sekten. Nur 3-11% der Gläubigen besuchen eine Kirche, etwa 45% in der BRD zahlen Kirchensteuer ohne das Geschwurbel in Kirchen oder Fernsehen zu ertragen. Bevölkerung und Kirchen reduzieren sich 1,5%/Jahr. Die religiöse Dogmatik mit Untoten, Dämonen, gerechtem Krieg, Kriegsdienst für Gottes ewige Gnade und Diskriminierung überzeugt 9% (2,7% total) der Katholen und 4% (1,1% total) der Evangelen. Die BRD-Bürger leben zu 24% allein, 2 x 28% in einer Ehe, 2 x 11% in freier Partnerschaft und 6% alleine. Jährlich werden 2 x 0,47% Ehen geschlossen und 2 x 0.24% geschieden. letzeres zu 50% innerhalb 5 Jahren Dauer. Nur 40% der Ehen sind kirchlich getraut, Priester bieten den Paaren dafür Geldprämien. Die 9.500 RKK Priester sind 62 Jahre alt, in 20 Jahren werden nur 3.000 übrig sein. Erforderlich wären über 500 Novizen/Jahr, von etwa 60 Bewerbern bleiben nur jene übrig, deren krankhafte Sexualität den Zölibat braucht.

    Wahrscheinlich wird die ausgelobte Heiratsprämie der RKK für die kirchliche Trauung von bis zu 1000 € auf 2.000 € angehoben – Hallelujah. Keine der Beschlüsse wird an der Situation etwas ändern können, den totkranken Gaul „Christentum“ macht nichts zu feurigen Araber

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