Historiker: Konzil kannte Ausnahme von Unauflöslichkeit der Ehe


Headquarter des Konzerns.
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Zu Beginn der Weltbischofssynode über Ehe und Familie hat die italienische Zeitschrift „Civilta Cattolica“ die Debatte über die Unauflöslichkeit der Ehe kirchenhistorisch unterfüttert.

kathweb

Der italienische Jesuit Giancarlo Pani legt in einem Beitrag der aktuellen Ausgabe dar, dass das Trienter Konzil (1545-1563), das die Unauflöslichkeit der Ehe definierte, eine regional begrenzte Ausnahme zuließ. Die von italienischen Jesuiten getragene Zeitschrift wird vom vatikanischen Staatssekretariat gegengelesen und gilt daher als offiziös.

Die Vertreter Venedigs erwirkten nach Panis Erkenntnissen 1563 auf dem Konzil, dass für die Christen ihres Territoriums, die zwar lateinischen Bischöfen unterstanden, aber orientalischen Riten folgten, die Möglichkeit einer zweiten Eheschließung nach orientalischem Ritus erhalten blieb. Dies haben vor allem Griechenland, Kreta und Zypern betroffen. Demnach sollten Männer nach einem Ehebruch der Frau weiterhin die Möglichkeit einer zweiten Eheschließung haben. Die Venezianer hätten damit argumentiert, dass andernfalls Unruhe unter den Christen im östlichen Teil ihrer Republik entstehen würde.

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3 Gedanken zu “Historiker: Konzil kannte Ausnahme von Unauflöslichkeit der Ehe

  1. Wie hat die RKK as früher geregelt

    Kaiser Konstantin (285-337 n.C.) als bestes Beispiel eines gütigen Christen verstößt seine 1.te Frau Minervina, ermordet den Sohn Crispus und die Frau Fausta, vergiftet die Mutter Helena und seinen Schwiegervater.

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