Urteil zu Pfändungen: Missbrauchsopfer dürfen Entschädigung behalten


Bild: WAZ
Bild: WAZ
Wer von der katholischen Kirche wegen sexueller Übergriffe entschädigt wird, darf dieses Geld behalten. Das gilt selbst dann, wenn das Vermögen des Betroffenen gepfändet wird, hat der Bundesgerichtshof entschieden.

SpON

Missbrauchsentschädigungen sind nicht ohne weiteres pfändbar. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) bereits im Mai entschieden, wie nun die „Monatsschrift für Deutsches Recht“ (Heft 14/2014) berichtet. Nach dem Richterspruch gilt dies jedenfalls für Entschädigungen, die auf dem Beschluss der Deutschen Bischofskonferenz über „Leistungen in Anerkennung des Leids, das Opfern sexuellen Missbrauchs zugefügt wurde“ beruhen.

Konkret ging es um einen 1955 geborenen Mann. Er ging im August 2009 in die Privatinsolvenz; im Juni 2010 wurde er von der Restschuld befreit, im Oktober 2010 wurde das Insolvenzverfahren aufgehoben. Am 16. Juli 2011 bekam der Mann 8000 Euro, weil er als Kind durch einen Angehörigen der katholischen Kirche missbraucht worden war.

weiterlesen

2 Comments

Kommentare sind geschlossen.