Sterbehilfe: Warnung vor Kriminalisierung von Ärzten


Bild: letzte-hilfe.de
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Das Polizeirecht sieht nach Meinung von Experten bereits genügend Möglichkeiten zum Eingreifen vor. Die atheistische Giordano-Bruno-Stiftung plädiert indes für ein „Recht auf letzte Hilfe“.

evangelisch.de

Kritiker eines kompletten Verbots organisierter Beihilfe zum Suizid haben erneut vor einer Änderung des Strafgesetzbuches gewarnt. Die geltende Rechtslage reiche vollkommen aus, sagte der Rechtsphilosoph Eric Hilgendorf von der Universität Würzburg am Freitag in Berlin. Eine „Neukriminalisierung von Ärzten“ sei unnötig und schade den Medizinern mehr als sie ihnen nütze. Etwa im Falle einer Kommerzialisierung von Sterbehilfe sehe das Polizeirecht bereits Möglichkeiten des Eingreifens dagegen vor, betonte Hilgendorf, der den Bundestag mehrfach in Fragen des Medizinstrafrechts beraten hat.

Nach Angaben der atheistischen Giordano-Bruno-Stiftung sollte es ähnlich wie das Recht auf Erste Hilfe auch ein „Recht auf eine letzte Hilfe geben, um das Leben in Würde zu beschließen“, sagte der Vorstandssprecher der Stiftung, Michael Schmidt-Salomon.

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