Schockenhoff: Selbsttötung muss gesellschaftliches Tabu bleiben


Bild: letzte-hilfe.de
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Freiburger Moraltheologe warnt vor falscher Sicht auf Selbstbestimmung – Rottenburger Bischof Fürst: Es sei Aufgabe der Kirche, «dass wir eine Kultur der Hilfe im Sterben entwickeln und nicht eine Kultur der Hilfe zum Sterben».

kath.net

Vor einem falschen Verständnis von Selbstbestimmung hat der Freiburger Moraltheologe Eberhard Schockenhoff gewarnt. Bei einer Veranstaltung des Diözesanrats im Bistum Rottenburg-Stuttgart sagte Schockenhoff am Wochenende, auch in der letzten Lebensphase könne ein Menschen mit seinen Wünschen nicht isoliert betrachtet werden. Abhängigkeit von anderen und das Angewiesensein auf Hilfe seien keine menschenunwürdige Zustände, sondern eine Grundverfassung des Menschen. Fürsorge anderer schränke Selbstbestimmung nicht ein.

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3 Comments

  1. Früher haben die meisten Ärzte auch immer geglaubt, wenn einer stirbt ist das ihr Versagen und haben alles dran gesetzt, dass auch die letzte Leicht noch Puls hat.

    Mittlerweile darf auch unter ärztlicher Obhut gestorben werden. Es wird wohl weitere tausende von Jahren dauern, bis auch die Klerikalen das verstanden haben.

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  2. Die Bevormundung der Menschen durch Theologen wie auch „Fürst“-Bischöfen muss eher ein gesellschaftliche Tabu bleiben! 😉

    Solange unsere beamteten Kirchenfunktionären nicht mal für Menschenrechte z.B. bei der Gleichberechtiging der Frau eintreten (Theologin Uta Ranke-Heinemann: Im Vatikan steigen Frauen nur mit Staubsaugern bewaffnet auf! 😉 ) haben wohl versorgte öffentliche Funkionäre kein Recht, sich in diese letzte persönliche Entscheidung des Menschen am Lebensende mit der gleichen absurden Ideologie einzumischen, wie bei der Gleichberechtigung. 😉

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