Jeder dritte Jurastudent will die Todesstrafe zurück


justiz_grossJurastudenten fordern heute deutlich längere und härtere Strafen als noch vor 25 Jahren – obwohl sie sich subjektiv sicherer fühlen. Rund ein Drittel sieht die lebenslange Freiheitsstrafe nicht als ausreichend an, über die Hälfte würde unter bestimmten Bedingung auch Folter befürworten. Das geht aus einer Studie des Erlanger Strafrechtsprofessors Franz Streng hervor.

Von Constantin Baron van LijndenLegal Tribune Online

Die Grundlage der Studienergebnisse bildet ein Fragebogen, den Streng den Besuchern seiner Vorlesung, zumeist Erst- oder Zweitsemestern, im Zeitraum zwischen 1989 und 2012 zur anonymen Beantwortung vorlegte. Erfasst wurden darin unter anderem die subjektive Einschätzung zur Kriminalitätslage, die Haltung zu den unterschiedlichen Strafzwecken und die Vorstellung zum angemessenen Strafmaß von insgesamt 3.133 Studenten.

Vor allem letztere hat sich über die Jahre drastisch verändert. Für den hypothetischen Fall eines Totschlags im Affekt im Rahmen einer Trennung wollten die Studenten 1989 durchschnittlich rund sechs Jahre Haft verhängen; 2012 war die Zahl auf 9,5 Jahre angestiegen, wobei mit den Jahren auch immer häufiger starke Ausschläge nach weit oben hinzukamen, bis hin zur Forderung einer lebenslangen Freiheitsstrafe.

Überhaupt hat sich die Haltung der Studenten zu dieser Strafform stark gewandelt. In einer vorgelagerten Untersuchung aus 1977 – dem Jahr, in dem das Bundesverfassungsgericht die lebenslängliche Haftstrafe für unter Einschränkungen verfassungsgemäß erklärte – forderte noch jeder Dritte, dass sie vollends abgeschafft werden sollte, nur 6,7 Prozent hielten sie für eine im Einzelfall zu milde Strafe. 2012 hingegen sprach sich nur noch jeder fünfzigste Student für eine Abschaffung aus, demgegenüber sah fast jeder Dritte die lebenslange Freiheitsstrafe als zu milde an.

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2 Comments

  1. Das ist wohl krasses Entschuldigungsdenken, weil man sonst nichts machen kann.

    Die Studie des Soziologen Gregory Paul im „Journal of Religion and Society im Vol.7/2005“ wiederlegt das Argument der Religoten Zombies großer Plan garantiert eine moralische Gesellschaft. Er bewertet dazu die Statistiken zu Verhaltensweisen und Straftaten in westlichen Industrieländern mit etwa 800 Mio. Menschen. Die Folgen der Bigotterie in Demokratien mit ständiger Berieselung durch Gotteshumbug und religiösem „Bainwash“ bei Kindern fördert private Egoismen mit Wahnideen. Als Resultat gibt es 10 Mal mehr Morde, Kriege, Amokläufe, Drogendelikte, Kriminalität, Infektionsleiden, 800.000 Schwangerschaften/Jahr Minderjähriger, Abtreibungen, Vergewaltigungen und Mill. Autodiebstähle/Jahr durch 14-18 Jährige Gangkids.

    Die USA als dysfunktionalste Demokratie schneidet immer fataler ab, das Land liegt 2013 unter westlichen Nationen auf Platz 24 von 142 Ländern weit hinter Canada, Norwegen, Dänemark, Schweden, Neuseeland usw. Das Einkommen der breiten US-Mittelklasse fällt schneller als die Inflation des US$, nur wenige schaffen es mit nur 1 Job ihre Familie zu ernähren. Die absurde Diskrepanz von Bigotterie als Größenwahn und Wissenschaft führt zu Unbildung, Armut, Fanatismus, Massakern, Gewalt, gerechte Kriege und extrem hohen Kriminalitätsraten. Farbige stellen 75% der durch DNA-Tests belegten Fehlurteile, im forensischen Kriminallabor von Dallas lagern 2007 etwa 19.500 Proben unbearbeiteter Fälle von Vergewaltigung. Die USA haben mit 2,3 Mio. Gefängnisinsassen das 10-fache der eher säkularen EU-28 bei 300-fach höherer Rate an Geschlechtskranken. In 50 Jahren werden 173 Todesurteile verhängt, die Verurteilten sind später nachweislich unschuldig. Der Soziologe Paul Kellermann berechnet für einen US-Gefängnisplatz je nach Sicherheitsstufe 25.000 – 50.000 US$/Jahr, in der Summe etwa 70 Milliarden US$/Jahr. Nach der Umfrage von 2013 des „Federal Bureau of Prisons“ sind unter 1% der 2,3 Millionen US-Gefängnisinsassen Atheisten, der Rest „liebe guten Christen“.

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