‚Sterbehilfe für Kinder ist nicht liberal, sondern menschenverachtend‘


Bild: evangelisch.de
Hartmut Steeb übt massive Kritik an der Forderung der FDP-Jugendorganisation nach aktiver Sterbehilfe für Kinder: „Wer die Tötung eines Menschen als mögliche Hilfe für einen Menschen bezeichnet, gibt eine Kapitulationserklärung für die Humanität ab.“

kath.net

„Ich bin erschüttert.“ Dies sagte Hartmut Steeb, Generalsekretär der Evangelischen Allianz, über die Forderung der „Jungen Liberalen“, die aktive Sterbehilfe für Kinder zu erlauben. „Ich frage mich, wer uns vor einem solchen ‚Freiheitsverständnis‘ schützt“, stellte Steeb weiter fest. „Zurecht ist in unserem Land die Todesstrafe verboten. Lebensschutz gibt es nur brutto. Alle Hilfen müssen dahin ausgerichtet sein, dass Menschen zum Leben und im Leben geholfen wird. Wer die Tötung eines Menschen als mögliche Hilfe für einen Menschen bezeichnet, gibt damit eine Kapitulationserklärung für die Humanität ab. Das ist nicht liberal sondern menschenverachtend.“

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4 Comments

  1. Theologen überlegen neuerdings, ob die ewigen Höllenqualen vielleicht doch zu hart sind, und meinen, dass der barmherzige Gott die Bösen nach einer angemessenen Strafe „ein zweites Mal sterben“ lässt (“conditional immortality”).
    Leiden durch den „ersten“ Tod zu verkürzen soll hingegen nicht barmherzig sondern „menschenverachtend“?!

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    1. Die Frage der Kirchenoberen lautet also
      „Wieviel mytholigischen Scheiss kann man den Einfaltspinseln zutrauem. damit sie uns weriterhin ihr Geld schenken“?

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  2. Für meinen Geschmack geht das Thema an der Realität vorbei

    Kinder haben hier in den westlichen Ländern fast immer eltern, die für sie sorgen und über ihr Leben bestimmen. Es ist Sache der Eltern zu entscheiden, wie ein unheilbar krankes Kind diese Welt verläßt

    Alte Menschen haben nur noch in seltenen Fällen Angehlrige, die sie pflegen.

    Der Vater wir mit 60 als Rentner von den Russen in den Wald geführt und erschossen, er hatte zu viele wertvolle Goldzähne im Mund. Wie haben Jahre später davon erfahren und 65 Jahre gebraucht an der Stelle einen Gedenkstein zu errichten

    Eine Schwägerin war eine Ausnahme, sie ist als trauriger Alzheimer Fall in totaler Umnachtung gestorben. Sie wusste nicht mehr wer sie ist, wo sie ist, wer sie besucht, was mit ihr geschieht

    Der Bruder lebte danach mit 80 allein im Haus. Er hatte offenbar einen Schwächeanfall, ist am Freitag auf den kalten Fliesenboden gefallen, hat dort bis Montag hilflos gelegen und ist nicht mehr aufgewacht

    Die Schwester war mit 87 körperlich schwerbehindert, sie konnte sich nicht mehr selbst versorgen. Die nächste Angehörige lebt 15.000 km weit weg. Die Stadt hat sie teilentmündigt und in ein Heim gesteckt. Dort starb sie nach nur 6 Wochen an Bettlungenentzündung, die Putzfrau hat im Januar das Fenster offen gelassen

    Die Schwiegermutter wurde mit 90 vom Sozialgericht teilentmündigt in ein geschlossenes Heim gesteckt, sie hat unkontrollierbar auf Mitmenschen mit der Stahlkrücke eingeschlagen. Nach 2 Jahren ist sie aus dem Bett gefallen und an Oberschenkelhalsbruch gestorben. Wir wurden nachts um 03:00 von der Klink aus dem Schlaf geklingelt, da war sie schon tot.

    Meine Kinder leben bis zu 20.000 km entfernt, die kommen selbst zur Einäscherung zu spät. Mein Hund wird sehr um mich trauern, meine behinderte Frau werde ich wohl überleben

    Das wunderschöne Märchenbild wie der Kranke im Bett liegt, ringsum steht die Familie mit sorgenvollen Gesichtern, während der Priester eifrig betet, das ist reine Fiktion aus christlichen Rührschinken. Die sozialen Kontakte alter Menschen tendieren gegen Null, zumal der Kirchenkreis zunehmend verschwindet. Kinder können die Priester bestens ficken, alte Menschen kaum.

    Jeder stirbt für sich allein, damit müssen wir uns abfinden. Danach gibt es nichts, auch kein wunderschönes Paradies, wo der teuer an die Kirchen bezahlte Platz mit Sitzpolster genutzt werden kann

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  3. Was mischen sich die Religioten da überhaupt ein ? Die werden doch nicht dazu gezwungen ihren Kindern (oder sonst wem) Sterbehilfe zu leisten ! Weshalb humanitär eingestellte Menschen die Sterbehilfe in bestimmten Fällen fordern, kapieren die doch sowieso nicht. Die stehen lieber in devot, christlicher Manier neben dem Sterbebett eines Todkranken und sehen betend und zum Himmel flehend zu, wie er elendiglich zugrunde geht. Das ist letztlich die wahre Menschenverachtung.

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