Auch Atheisten brauchen ein Weltbild


biblische_MoralMit ihrer Kritik an Religionen machen es sich Atheisten oft zu einfach. Statt die Gläubigen zu verunglimpfen, sollten sie ihnen ein eigenes Weltbild entgegensetzen.

Von Jan DieckhöferZEIT ONLINE

Unter Artikeln über die Grausamkeiten der IS-Kämpfer lese ich viele Kommentare, die in der Religion allgemein oder speziell im Islam die Ursache des Übels sehen. Religion sei offensichtlich Unsinn und gehöre abgeschafft, dann werde die Welt besser, meinen die einen. Andere halten dagegen, der Islam werde von den IS-Mördern nur für ihre Zwecke missbraucht. Eigentlich habe islamistischer Terror nichts mit dem Islam zu tun.

Als Atheist neige ich dazu, mich der ersten Gruppe anzuschließen. Ich bin überzeugt, dass es keinen Gott gibt, der mir Regeln vorschreibt, auf die ich mich auch dann berufen kann, wenn ich grausam handle. Voltaire sagt: „Wer Dich dazu bringen kann, Absurditäten zu glauben, kann Dich auch dazu bringen, Gräueltaten zu begehen.“ In diesem Sinne wäre die Welt ohne Religion tatsächlich besser, genau wie sie ohne solche Absurditäten wie Nationalismus und Rassenideologie auch besser wäre.

weiterlesen

2 Comments

  1. Als Atheist und Naturwissenschaftler (Rentner) ist mein Weltbild komplex voll mit wissenschaftichen Fakten. Das kann man einem Religioten nicht erklären, der nur eine krass verkürzte christliche Bildung genossen hat und alles darüber hinaus als kriminelle Blasphemie ansieht, weil er es intellektuell nicht begreift

    Liken

  2. Ein jeder Mensch hat sein Welt und Lebensbild wobei das der „Gläubigen“ von und mit Angst vor dem Tod ihre Lebensweise bestimmen,für ein Paradies im irdischen Sinne geprägt!
    Paradies ist eine Vorstellung geboren aus dem irdischen Leben,hat aber nichts mit dem wie es „später“ ausgehen wird zu tuen,einfach Phantasie
    aus der Angst!

    Liken

Kommentare sind geschlossen.